Schutzschicht BMW investiert in Nanotechnik für Elektronikbauteile

Von Sven Prawitz

BMW investiert in ein junges Unternehmen, das Nano-Schutzschichten für Elektronikkomponenten produziert. Die Technik sei entscheidend für E-Autos und Assistenzsysteme.

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Actnano entwickelt eine Beschichtung für Elektronikkomponenten.
Actnano entwickelt eine Beschichtung für Elektronikkomponenten.
(Bild: Actnano)

BMW investiert über seine Tochtergesellschaft „i Ventures“ in Actnano. Das US-Unternehmen mit Sitz in Cambridge, Massachusetts, hat eine Nanobeschichtung für einen umfassenden Schutz von Fahrzeug- und Unterhaltungselektronik entwickelt.

Dabei handelt es sich um eine dünne Nanostruktur, die direkt auf das elektronische Bauteil aufgesprüht wird und als Isolationsbarriere dient. Die Schicht soll das darunter liegende Bauteil vor Umweltverschmutzungen wie Wasser, Kondensation, Feuchtigkeit und Salz schützen.

Kostenvorteile bei Konstruktion und in der Produktion

Im Gegensatz zu herkömmlichen Beschichtungen könne das Material von Actnano auf Steckern und Antennen sowie auf großen Bauteilen und Prozessoren aufgebracht werden, heißt es in der Mitteilung. Eine zusätzliche Abdeckung ist nicht erforderlich. Als weiteren Vorteil nennt BMW „erhebliche Kostenvorteile“ gegenüber bestehenden Alternativen und eine leichte Handhabung in der Fertigung, da die Schichten innerhalb von 30 Sekunden nach dem Auftragen trocknen. Zudem werde das Produkt aus nachhaltigen Materialien hergestellt und enthalte keine schädlichen Fluor- oder Halogenverbindungen.

Die Nanotechnik des US-Unternehmens sei global in über zwei Millionen Fahrzeugen im Einsatz. Laut BMW sind darunter 80 Prozent aller Elektroautos in Nordamerika.

BMW als führender Investor

„Die zunehmende Verbreitung von Elektronik im Auto erfordert einen stärkeren Schutz der kritischen elektronischen Komponenten in Fahrzeugen“, begründet Kasper Sage, Managing Partner bei BMW i Ventures, die Investition.

BMW i Ventures führt die Serie-B-Finanzierungsrunde von Actnano an. Das neue Kapital soll zum Ausbau der weltweiten Vertriebs- und Technikteams sowie der Produktion genutzt werden.

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