Halbleiterkrise BMW schlägt sich beim Absatz besser als die Konkurrenz

Autor: Andreas Wehner

Auch bei BMW wirkt sich der Chipmangel auf die Verkäufe aus. Nach neun Monaten steht jedoch immer noch ein deutliches Plus gegenüber 2020 in der Bilanz.

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Die Verkäufe rein elektrischer Fahrzeuge stiegen bei BMW stark – und sollen dank neuer Modele weiter nach oben gehen.
Die Verkäufe rein elektrischer Fahrzeuge stiegen bei BMW stark – und sollen dank neuer Modele weiter nach oben gehen.
(Bild: BMW)

Die Halbleiterkrise wirkt sich auch bei BMW auf den Absatz aus. Der Autobauer verkaufte im dritten Quartal weltweit knapp 600.000 Fahrzeuge seiner drei Marken BMW, Mini und Rolls-Royce. Das entspricht einem Minus von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Die Verkäufe der Kernmarke gingen um 10 Prozent auf gut 520.000 Einheiten zurück. Damit entwickelte sich BMW deutlich besser als der Konkurrent Mercedes. Bei den Stuttgartern brach der Absatz von Juli bis September um 30 Prozent auf knapp 430.000 Einheiten ein. Bei Mini ging der Absatz im dritten Quartal um 25 Prozent auf 67.000 Einheiten zurück. Rolls-Royce verkaufte dagegen im gleichen Zeitraum mit 1.300 Fahrzeugen 22 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Im bisherigen Gesamtjahr liegt BMW deutlich im Plus. Über alle Marken hinweg weist die Absatzstatistik mit über 1,9 Millionen verkauften Autos ein Plus von 18 Prozent aus. BMW habe die Auswirkungen der Halbleiterkrise bislang abfedern können, sagte Vertriebsvorstand Pieter Nota. „Wir sind zuversichtlich, unsere ambitionierten Vertriebsziele zu erreichen und damit für das Gesamtjahr 2021 ein solides und profitables Wachstum zu erzielen“, so der Manager. Aufgrund der hohen Nachfrage und wegen der steigenden Preise hatte BMW zuletzt sogar die Gewinnprognose angehoben.

Absatz elektrifizierter Autos verdoppelt

Besonders positiv entwickelten sich zuletzt die Verkäufe von E-Autos und Plug-in-Hybriden – auch aufgrund des wachsenden Angebots. Von Januar bis September steigerte der Konzern den Absatz elektrifizierter Pkw um annähernd 100 Prozent auf gut 230.000 Stück. Davon waren 60.000 rein elektrisch angetrieben (+121 %).

Mit dem BMW iX und dem BMW i4 starten im November zwei neue Modelle. In den kommenden Jahren sollen unter anderem Elektroversionen von 7er, X1 und 5er folgen, ebenso wie ein elektrisch angetriebener Mini Countryman. Erst kürzlich hatte der Konzern zudem für das vierte Quartal 2023 den Rolls-Royce Spectre angekündigt. 2030 rechnet BMW damit, dass mindestens die Hälfte des Fahrzeugabsatzes auf vollelektrische Fahrzeuge entfallen wird.

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Redakteur Newsdesk Automotive