Kleinserienhersteller BMW übernimmt die Marke Alpina

Von Andreas Wehner

Noch bis 2025 produziert die Alpina Burkard Bovensiepen GmbH & Co. KG in Buchloe veredelte BMW-Fahrzeuge. Dann schlüpft die Marke Alpina unter das Dach der BMW Group. Die Allgäuer richten sich neu aus.

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(Bild: Alpina)

Die Marke Alpina schlüpft unter das Dach des BMW-Konzerns. Wie der Autobauer und der Fahrzeugveredler am Donnerstag mitteilten, werden noch bis Ende 2025 Alpina-Modelle bei der Alpina Burkard Bovensiepen GmbH & Co. KG in Buchloe entwickelt und produziert. Dann läuft die aktuelle Kooperationsvereinbarung der beiden Unternehmen aus.

Die Auftragslage sei sehr gut. Auch neue Alpina-Fahrzeuge will das Familienunternehmen Bovensiepen in den nächsten Jahren noch auf den Markt bringen. „Durch die politisch verordnete Transformation in Richtung Elektromobilität und die weltweit steigende Regulatorik – insbesondere die Abgasgesetzgebung, Software-Absicherung und Vorgaben zur Fahrerassistenz- und Überwachungssystemen – nehmen die Anforderungen und Risiken auch für Kleinserien-Hersteller deutlich zu“, heißt es zu den Gründen für die Veränderung. BMW übernimmt allerdings nur die Markenrechte. Unternehmensanteile gehören den Angaben zufolge nicht dazu.

Künftig Entwicklungsdienstleister

Das Allgäuer Familienunternehmen Bovensiepen will sich strategisch neu ausrichten und sich künftig unter anderem auf Entwicklungsdienstleistungen konzentrieren. Die Zusammenarbeit mit BMW will das Unternehmen in diesem Bereich fortführen, seine Expertise jedoch auch anderen Autoherstellern zur Verfügung stellen.

Bovensiepen will außerdem Restaurationen für Alpina-Young- und Oldtimer anbieten. Dafür sind Neuauflagen von Classic-Teilen und Classic-Zubehör geplant. Auch in den Handel mit gebrauchten Alpina-Modellen will das Unternehmen einsteigen. Der Service, das Ersatzteil- und Zubehörgeschäft für aktuelle und historische Alpina-Fahrzeuge will Bovensiepen fortführen.

Die Abtretung der Markenrechte werde Auswirkungen auf die Arbeitsplätze am Standort Buchloe haben, heißt es in der Mitteilung. BMW werde einigen derzeitigen Mitarbeitern von Alpina einen neuen Arbeitsplatz anbieten und helfen, bei Lieferanten oder Entwicklungspartnern neue Arbeitsverhältnisse zu vermitteln.

Über finanzielle Modalitäten haben die beiden Unternehmen Stillschweigen vereinbart. Der Vollzug der Transaktion der Markenrechte stehe noch unter verschiedenen aufschiebenden Bedingungen, insbesondere unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Kartellbehörden. Das im Familienunternehmen enthaltene Weingeschäft soll unverändert unter dem Namen Alpina fortbestehen.

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