Suchen

IAA 2011 BMW zeigt neues Laserlicht

| Autor / Redakteur: Edgar Schmidt / Karin Bayha

Bei BMW soll eine neue Fahrzeugaußenbeleuchtung künftig in der Lage sein, frühzeitig zum Beispiel Fußgänger am Straßenrand selbständig anzustrahlen und die Aufmerksamkeit des Fahrers zu steuern.

Firma zum Thema

Das bei BMW als „Dynamic Light Spot“ bezeichnete Laserlicht ist nach Ansicht des bayerischen Herstellers nach der LED-Lichttechnik der nächste, logische Schritt der PKW-Lichtentwicklung. Laut Unternehmensangaben könnte die neue Technik in wenigen Jahren ganz neue Lichtfunktionen für mehr Sicherheit und Komfort ermöglichen und gleichzeitig durch seine höhere Effizienz einen Beitrag zur Energieeinsparung bzw. Verbrauchsreduzierung leisten.

Geringerer Energieverbrauch

Laserlicht unterscheidet sich laut BMW sehr deutlich vom Sonnenlicht oder anderen bislang bekannten Lichtquellen. Es ist monochromatisch, das heißt, es besteht nur aus einer Wellenlänge. Zudem schwingt es synchron. Aus diesem Grund könne es ein nahezu paralleles Lichtbündel hoher Leuchtdichte liefern, das tausendmal intensiver als bei herkömmlichen LEDs ist. Durch die hohe Effizienz des Laserlichts lasse sich außerdem im Vergleich zu LED-Scheinwerfern der Energieverbrauch noch einmal mehr als halbieren.

Keine Risiken

Mögliche Risiken für Menschen und Lebewesen aufgrund der hohen Lichtintensität des Laserlichts bestehen laut BMW nicht. Das liege unter anderem daran, dass die Scheinwerfer das Laserlicht nicht direkt ausstrahlen, sondern erst passend für den Einsatz im Straßenverkehr umwandeln. Direkt im Scheinwerfer wird dafür der eher blaue Laserlichtstrahl mittels Phosphor-Leuchtstoff umgewandelt. Das Ergebnis ist ein rein weißes, sehr helles, angenehmes Licht. Mit diesem Licht lassen sich alle bekannten und neuen Lichtfunktionen wie Adaptives Kurvenlicht, „Blendfreier Fernlichtassistent“ und das neue Markierungslichtsystem „Dynamic Light Spot“ erzeugen.

Extrem kleine Lichtquelle

Interessant ist das Laserlicht für die Entwickler auch, da die Laserdioden sehr klein sind. Zum Vergleich: Eine herkömmliche LED hat als quadratische Einzellichtquelle eine Seitenlänge von gerade einmal einem Millimeter. Eine Laserdiode misst nur ein Hundertstel davon, also zehn Mikrometer (µm).

Das eröffnet den Designern schon ganz neue Möglichkeiten, wenn sie die Lichtquellen im Fahrzeug integrieren müssen. Zwar planen die BMW Techniker nach eigenen Angaben nicht, die Scheinwerfer extrem zu verkleinern. Sie sehen aber Vorteile bei der Platzierung des Scheinwerfers und bei der Karosserie-Gestaltung; da die Lichtsysteme nur eine sehr geringe Bautiefe haben.

Als weiteren Vorteil nennt BMW die hohe Effizienz des Laserlichts: Es kann pro Watt rund 170 Lumen liefern. Zum Vergleich: LED-Licht schafft lediglich rund 100 Lumen. Premiere feiert das neue Laserlicht im BMW i8 Concept auf der IAA.

(ID:382674)