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Karmann Boom bei Dachsystemen

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Die große Nachfrage nach Dachsystemen hat Karmann im Jahr 2006 vor deutlichen Umsatzeinbrüchen bewahrt. Denn die Fahrzeugfertigung ist weiter zurückgegangen.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Die große Nachfrage nach Dachsystemen hat Karmann im Jahr 2006 vor deutlichen Umsatzeinbrüchen bewahrt. Während die Produktion von Fahrzeugen erneut deutlich einbrach, glich der gestiegene Absatz von Dachmodulen das Umsatzminus bei der Fahrzeugfertigung nahezu aus. Wie das Osnabrücker Unternehmen am Donnerstag berichtete, lag der Gruppenumsatz im vergangenen Jahr unverändert bei 1,9 Milliarden Euro im Vergleich zu 2005. Es wurde ein "geringer Gewinn" erwirtschaftet, sagte Karmann-Sprecher Christian Eick. Konkrete Zahlen wollte er nicht nennen.

6.400 Autos weniger gebaut

Die Absatz gefertigter Komplettfahrzeuge sank den Angaben zufolge um knapp 6.400 auf 48.157 Einheiten, der Erlös ging um 67 Millionen Euro zurück. Während allein der Ansatz des Crossfire um mehr als die Hälfte zurückging, legten allerdings andere Cabriolet-Modelle stärker als zunächst erwartet zu. Die dennoch deutlichen Umsatzrückgänge machte der Boom bei den Dachsystemen vor allem im Ausland wett. Mit einem Plus von knapp 20.000 wurden insgesamt 153.389 Einheiten abgesetzt. Allein die Karmann-Umsätze in dieser Sparte in den USA schlugen mit einem Plus von 47 Millionen Euro zu Buche. "Wir steuern wieder auf Wachstumskurs", sagte Karmann-Chef Peter Harbig.

Weiterer Ausbau der Dachsparte

Mit einem weiteren Ausbau der Dachsystem-Sparte etwa in Polen und Asien hofft der Cabriobauer, sich in Zukunft noch stärker unabhängig machen zu können von der Gesamtfahrzeug-Produktion. Vor allem Absatzprobleme in diesem Unternehmensbereich hatten Karmann zuletzt stark zugesetzt. Betroffen waren vor allem die Standorte Osnabrück und Rheine (NRW), wo innerhalb eines Jahres die Zahl der Beschäftigten um fast 900 zurückging. Insgesamt beschäftigte die Karmann-Gruppe Ende vergangenen Jahres 7.269 (2005: 8.148) Mitarbeiter an weltweit sechs Standorten.