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OEM Borgward plant Werk in Deutschland

| Autor / Redakteur: Andreas Wehner / Jens Scheiner

Der deutsch-chinesische Autohersteller will noch in diesem Jahr über eine Produktionsstätte in Deutschland entscheiden. In Genf präsentierte das Unternehmen sein zweites Modell.

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Borgward verkündete am Vorabend des Genfer Salons am Flughafen der Stadt seine Zukunftsvision und zeigte Produkt-Neuheiten wie den SUV BX5.
Borgward verkündete am Vorabend des Genfer Salons am Flughafen der Stadt seine Zukunftsvision und zeigte Produkt-Neuheiten wie den SUV BX5.
(Foto: Wehner )

Borgward will ernst machen mit einer Produktion in Deutschland. Noch in diesem Jahr solle die Entscheidung über ein deutsches Werk fallen, kündigte Borgward-Chef Ulrich Walker am Montag (29. Februar) im Vorfeld des Genfer Autosalons an. Angedacht ist aufgrund der zunächst zu erwartenden relativ geringen Stückzahlen eine CKD-Produktion, also eine Endmontage. Walker rechnet damit, dass der europäische Markt mittelfristig für 10 bis 15 Prozent des Gesamtabsatzes von Borgward gut ist. Das Unternehmen hatte angekündigt, in einigen Jahren 500.000 Autos jährlich verkaufen zu wollen.

Noch in diesem Sommer ist die Gründung von Borgward Indien geplant. Der Subkontinent ist ebenfalls ein wichtiger Markt in der künftigen Strategie der Marke. Dort soll ebenfalls ein Werk entstehen. Bislang produziert Borgward nur in China. Das Werk nahe Peking soll zunächst 120.000 Fahrzeuge pro Jahr herstellen können. In der Endausbaustufe soll die Jahreskapazität bei 360.000 Einheiten liegen.

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Am Genfer Flughafen stellte Borgward sein zweites Modell BX5 als seriennahen Prototypen vor. Es steht auf der gleichen Plattform wie der bereits auf der IAA vorgestellte BX7, ist aber eine Nummer kleiner. Zudem zeigte der deutsch-chinesische Autohersteller mit dem BX6 TS die Studie eines coupéhafteren Modells.

Der BX7 soll zur Jahresmitte in China an den Start gehen. Der BX5 soll noch im zweiten Halbjahr folgen. Im kommenden Jahr könnte dann der BX6 als drittes Modell die Palette ergänzen. Bislang hat Borgward in China 80 Händlerverträge abgeschlossen. Bis zum Jahresende soll diese Zahl auf 100 wachsen. Walker rechnet damit, in diesem Jahr eine fünfstellige Zahl an Autos zu verkaufen.

2017 Start in Deutschland

In Deutschland will Borgward Ende 2017 mit dem Vertrieb starten. Auch hier soll zunächst der BX7 auf den Markt kommen und einige Monate später der BX5 folgen. Hierzulande sollen zunächst nur Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge und elektrisch angetriebene Modelle auf den Markt kommen.

Dabei setzt der Autobauer auf ein kombiniertes Vertriebsmodell. Angedacht sind so genannte Brandcenter oder Flagship-Stores in größeren Städten sowie ein Onlinevertrieb. Zusätzlich will man in der Fläche mit Handelsbetrieben kooperieren, die über ein Agentursystem angebunden sein sollen. Hierfür gebe es bereits viele Interessenten, sagte Walker im Gespräch mit unserem Schwestermagazin »kfz-betrieb«. Um schnell ein über ein flächendeckendes Servicenetz zu verfügen, ist die Zusammenarbeit mit einer Werkstattkette geplant. Dazu liefen derzeit Gespräche, so der Borgward-Chef.

Zudem verkündete Walker eine Personalie: Neuer Vertriebs- und Marketingchef von Borgward ist ab sofort Thomas Anliker. Der 53-Jährige frühere Cadillac-Europachef war zuletzt Managing Director bei Volvo in der Schweiz.

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