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Doppelkupplungsgetriebe BorgWarner zeigt Neuheiten

| Redakteur: Bernd Otterbach

BorgWarner gibt auf dem 10. Symposium des Car Training Institute (CTI) Einblicke in die Effizienz nasslaufender Kupplungstechnologien und zeigt die Vorzüge des elektrischen Allradsystems (eAWD).

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Das vom 5. bis 8. Dezember in Berlin stattfindende CTI-Getriebesymposium gilt als der wichtigste Treffpunkt für Getriebe- und Antriebsspezialisten weltweit. Neben seinen neuesten Entwicklungen im Bereich der Doppelkupplungsgetriebeund Allradtechnologien (AWD) zeigt der Automobilzulieferer die fünfte Generation der BorgWarner Haldex Allradkupplung.

„Doppelkupplungsgetriebe bieten enormes Potential hinsichtlich des Einsatzes in den unterschiedlichsten Fahrzeugklassen. Aufgrund der Vorteile in Bezug auf Flexibilität, Leistung sowie Kraftstoffersparnis erwarten wir ein kontinuierliches Wachstum von derzeit 2,6 Millionen auf bis zu 8 Millionen Stück im Jahr 2016“, sagt John Sanderson, President und General Manager, BorgWarner Drivetrain Group. „Wir freuen uns auch über die Präsentation unseres eAWD-Systems, einem elektrisch angetriebenen Allradsystem mit integrierter Torque Vectoring Funktion, das eine Kraftstoffersparnis von bis zu 20 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen mechanischen Allradsystemen ermöglicht.“

Weniger Schleppverluste

Die Ingenieure von BorgWarner nutzen das CTI Symposium ebenfalls, um Test- und Simulationsergebnisse sowie Strategien zur Reduzierung von Schleppverlusten in modernen Antriebssystemen zu veranschaulichen. Zusätzlich erörtert der US-Zulieferer die Fortschritte von Materialien für Reiblamellen und deren Einfluss auf die Optimierung von Effizienz und Leistung bei Doppelkupplungsgetrieben. Daneben präsentiert BorgWarner sein elektrisches Allradsystem eAWD, das eines der größten Probleme der Hersteller von Elektro- und Hybridfahrzeugen löst. Nämlich wie man die Traktions- und Stabilitätsvorteile eines Allradantriebs ohne Zunahme des Fahrzeuggewichts und ohne Antriebsverluste erhält.

Das eAWD-System wird an der Hinterachse eingebaut und besteht aus zwei Elektromotoren. Einer verteilt das Antriebsmoment mittels Planetengetriebes beidseitig auf die Hinterräder, während der kleinere Motor Torque Vectoring ermöglicht. Dabei kann zusätzlich Drehmoment variabel zwischen linkem und rechtem Hinterrad verteilt werden. Ein großer Vorteil liegt darin, dass der kleinere Elektromotor auf einer Ausgleichswelle arbeitet, die nur bei unterschiedlicher Geschwindigkeit zwischen linker und rechter Seite rotiert. Das regelbare System soll nicht nur die Fahrdynamik und Traktion beim Beschleunigen, sondern auch die Fahrsicherheit etwa bei Ausweichmanövern oder auf rutschigem Untergrund verbessern.

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