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Südkorea Bosch bezieht neue Zentrale

| Redakteur: Bernd Otterbach

Bosch baut seine Aktivitäten in Asien aus. In der südkoreanischen Hauptstadt Seoul eröffnete Automobilzulieferer am Freitag seinen neuen Hauptsitz für das Land.

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„Das neue Gebäude ist ein Symbol für die erfolgreiche Entwicklung von Bosch in Korea, sagte Bosch-Chef Franz Fehrenbach bei der Einweihungszeremonie.

Die Stuttgarter Robert Bosch GmbH erwartet in diesem Jahr in Südkorea einen Umsatz von rund 1,4 Milliarden Euro (1,8 Billionen Won), was in lokaler Währung einem Plus von acht Prozent entspricht. In der gesamten Region Asien-Pazifik würden die Erlöse um etwa 8,5 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro steigen, hieß es bei Bosch.

Für Bosch ist Südkorea vor allem wegen seiner starken Automobilindustrie wichtig. Das Land liegt an fünfter Stelle der weltweit größten Autobauer. Am Pkw-Markt in Südkorea hat die Hyundai/Kia-Gruppe einen Marktanteil von 67 Prozent (2006), bei Nutzfahrzeugen hält Hyundai sogar 84 Prozent.

Weitere Zusammenarbeit mit Hyundai

Fehrenbach traf sich am Morgen mit dem Hyundai-Chef Mong Koo Chung, um die weitere Zusammenarbeit zu besprechen. Hyundai entwickele sich derzeit zu einem global führenden Automobilhersteller, sagte der Bosch-Manager. „Und wir können unseren Kunden dabei unterstützen, denn wo immer er hingeht - wir sind schon da“, hob Fehrenbach die internationale Präsenz von Bosch hervor.

Mit der neuen zehnstöckigen Zentrale (Kosten 18 Millionen Euro) kann der Automobilzulieferer seine Kapazitäten im Lande verdoppeln. „Wir können Kundenprojekte jetzt noch besser vor Ort betreuen“, sagte Fehrenbach. Die südkoreanische Automobilindustrie hat im vergangenen Jahr im Land 3,8 Millionen Fahrzeuge produziert. Künftig will vor allem Hyundai die Produktionskapazitäten im Ausland, speziell in China, stark erweitern. Gerüchte, Bosch wolle den einheimischen Zulieferer Mando übernehmen, wurden dementiert.

Bosch ist seit fast 90 Jahren mit seinen Produkten im koreanischen Markt und beschäftigt im Lande rund 3.000 Mitarbeiter. An fünf Fertigungsstandorten produziert der Stuttgarter Konzern für die Automobilindustrie unter anderem Komponenten für Dieselmotoren und Systeme wie ABS und ESP. Weltweit erwartet die Bosch-Gruppe in diesem Jahr einen Umsatz von über 46 Milliarden Euro (plus fünf Prozent), davon 28 Milliarden Euro in der Kraftfahrzeugtechnik, fast sechs Prozent mehr als 2006.dpa

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