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Automobilzulieferer

Bosch-Chef Denner: Diesel-Jobs auf Kippe

| Autor/ Redakteur: dpa / Svenja Gelowicz

Beim Stuttgarter Zulieferer wird es einen spürbaren Stellenabbau wegen der sinkenden Nachfrage nach Dieselfahrzeugen geben. Bosch-Chef Volkmar Denner spricht von einem „deutlich schwächeren“ Automarkt, als vor einem Jahr angenommen.

Bosch-Chef Volkmar Denner sagte der „Süddeutschen Zeitung“: „Natürlich müssen wir auf die zurückgehende Nachfrage reagieren.“
Bosch-Chef Volkmar Denner sagte der „Süddeutschen Zeitung“: „Natürlich müssen wir auf die zurückgehende Nachfrage reagieren.“
( Bild: Bosch )

Bosch-Chef Volkmar Denner hat bekräftigt, dass die sinkende Nachfrage nach Dieselfahrzeugen beim weltweit größten Automobilzulieferer zu einem spürbaren Stellenabbau führen wird. „Natürlich müssen wir auf die zurückgehende Nachfrage reagieren“, sagte Denner der „Süddeutschen Zeitung“ (6. August). Der Umfang stehe noch nicht fest. „Wir tun aber alles, um das sozialverträglich umzusetzen“, betonte der Vorstandsvorsitzende. Dies könne über Zeitkonten, Abfindungsprogramme, Vorruhestandsregelungen oder die Reduzierung der Zahl der temporär Beschäftigten geschehen.

Denner: Automarkt entwickelt sich deutlich schwächer als angenommen

Bei dem Zulieferer hängen nach Angaben vom Mai weltweit etwa 50.000 der 410.000 Arbeitsplätze vom Diesel ab. In Deutschland sind es gut 15.000. Im vergangenen Jahr hatte Bosch 600 Stellen in dem Bereich abgebaut, indem befristete Verträge nicht verlängert wurden oder Mitarbeiter zum Beispiel in Altersteilzeit geschickt wurden. Die weitere Entwicklung hatte Denner vom Marktverlauf abhängig gemacht.

Nun sagte er der „Süddeutschen Zeitung“, der Automarkt entwickle sich „deutlich schwächer, als wir alle noch vor einem Jahr gedacht haben“.

Es handele sich nicht um eine kurzfristige Delle, die schnell wieder aufgeholt werden könne. Insbesondere der Rückgang bei Dieselmotoren wirke sich negativ aus. „Wenn wir bei einem Dieseleinspritzsystem zehn Mitarbeiter beschäftigen, sind es bei einem Benzinsystem drei und bei einem Elektrofahrzeug nur noch einer“, sagte Denner.

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