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Automobilzulieferer Bosch gründet neue Einheit für Fahrzeugelektronik und Software

| Autor / Redakteur: dpa / Svenja Gelowicz

Der Automobilzulieferer führt 17.000 Mitarbeiter in einem neuen Geschäftsbereich zusammen. Ein Ziel: Software-intensive Produkte schneller entwickeln.

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Der Zulieferer führt Aktivitäten zu Fahrzeugelektronik und -software in der neuen Geschäftseinheit „Cross-Domain Computing Solutions“ zusammen.
Der Zulieferer führt Aktivitäten zu Fahrzeugelektronik und -software in der neuen Geschäftseinheit „Cross-Domain Computing Solutions“ zusammen.
(Bild: Bosch)

Vom Multimedia-System über die Motorsteuerung bis hin zum automatisierten Fahren: Der weltgrößte Automobilzulieferer Bosch führt sämtliche Bereiche, die mit Fahrzeugelektronik und -software zu tun haben, unter einem Dach zusammen. Zu dem neuen Geschäftsbereich mit dem Namen „Cross-Domain Computing Solutions“ gehören ab Anfang des kommenden Jahres rund 17.000 Mitarbeiter in mehr als 20 Ländern weltweit, wie Bosch am Dienstag (21. Juli) mitteilte.

Alles einzeln in voneinander getrennten Bereichen zu entwickeln, komme angesichts der stetig wachsenden Bedeutung der Elektronik und der Software bei der Fahrzeugentwicklung an Grenzen, hieß es. Die neue Struktur soll nun dabei helfen, die Komplexität der Systeme zu reduzieren – etwa indem kleine Hochleistungsrechner die Aufgaben bündeln, für die sonst etliche einzelne, unabhängig voneinander entwickelte und betriebene Steuergeräte nötig wären. Zudem sollen neue Produkte schneller entwickelt werden können.

Bosch: Software-intensive Elektroniksysteme gewinnen an Bedeutung

„Kernaufgabe von Cross-Domain Computing Solutions wird es sein, die Komplexität der Elektroniksysteme beherrschbar und darüber hinaus so sicher wie möglich zu machen“, sagte Bosch-Geschäftsführer Harald Kröger, der den neuen Geschäftsbereich verantworten wird. Der Technologiekonzern hatte vor einigen Monaten bereits die komplette Fertigung der Fahrzeugelektronik zusammengelegt. Dort arbeiten weltweit etwa 24.000 Menschen.

Bosch geht davon aus, dass der Markt für sogenannte software-intensive Elektroniksysteme bis 2030 jährlich um 15 Prozent wachsen wird. Software-intensiv nennt man Systeme, deren Funktionen ganz wesentlich von der Software abhängen.

IT-Unternehmen machen Zulieferern Konkurrenz

Angesichts der stetig wachsenden Bedeutung der Softwareentwicklung haben inzwischen auch Unternehmen aus dem klassischen IT-Bereich die Autobranche für sich entdeckt und machen den traditionellen Zulieferern Konkurrenz. Daimler etwa hatte erst vor rund einem Monat eine umfassende Zusammenarbeit mit dem US-Konzern Nvidia angekündigt, der einst mit Grafikkarten bekannt geworden war.

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