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Zulieferer Bosch: Mit Bits und Bytes effizienter fahren

| Redakteur: Claus-Peter Köth

Moderne Verbrennungsmotoren sind die Basis effizienter Mobilität. Gleichzeitig hat der Wandel hin zur Elektromobilität begonnen. „Ferner wird die zunehmende Vernetzung mit dem Internet die Alltagstauglichkeit elektrisch angetriebener Fahrzeuge weiter erhöhen“, sagt Bosch-Geschäftsführer Rolf Bulander.

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Das Auto als aktiver Teil des Internets: Vernetzung ist der Schlüssel zu Elektrifizierung und Automatisierung.
Das Auto als aktiver Teil des Internets: Vernetzung ist der Schlüssel zu Elektrifizierung und Automatisierung.
(Foto: Bosch)

Downsizing, Hybride, Elektroautos – wer in Zukunft unter die Motorhaube eines Fahrzeugs schaut, wird dort oft mehr entdecken als klassische Benziner und Diesel. Das zeigte Bosch auf dem 62. Motorpressekolloquium in Boxberg. Doch obwohl sich vieles ändert, wird der Verbrenner auch im nächsten Jahrzehnt eine wichtige Rolle spielen: In fünf Jahren werden noch weit über 90 Prozent aller Neufahrzeuge mindestens teilweise mit fossilen Kraftstoffen angetrieben. Das gilt insbesondere für Märkte wie China und die USA. „Moderne Verbrennungstechnologie ist die Basis effizienter Mobilität“, sagte Dr. Rolf Bulander, Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions und Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH.

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Gleichzeitig hat der Wandel hin zur Elektromobilität begonnen: Bosch rechnet damit, dass im Jahr 2025 rund 15 Prozent aller weltweit gebauten Neufahrzeuge mindestens einen Hybridantrieb haben. In Europa wird dann sogar mehr als ein Drittel aller neuen Autos mindestens teilelektrisch angetrieben. Bulander ist überzeugt: „Mit der Elektrifizierung steht dem Verbrenner die beste Zeit noch bevor“. Denn die Fahrzeuge werden effizienter, sauberer und bringen durch den zusätzlichen elektrischen Antrieb mehr Fahrspaß.

Verbrennungsmotoren als Basis effizienter Mobilität

Besonderes Augenmerk legt Bosch aber auch auf die Weiterentwicklung des Selbstzünders. „Der Diesel ist eine Schlüsseltechnologie um die CO2-Flottenziele zu erreichen – insbesondere in Europa geht es ohne den Selbstzünder nicht“, betonte Bulander. Bei schweren und großen Fahrzeugen ist jedoch eine alleinige Optimierung der Verbrennungsmotoren nicht mehr ausreichend. Die anspruchsvollen Flottenziele der EU werden nach Einschätzung von Bosch dazu führen, dass eine Hybridisierung für alle SUV erhältlich sein wird. Insbesondere bei Plug-In-Hybriden sieht Bosch in Zukunft große Marktchancen. Im Jahr 2020 sollen davon schon über 9,5 Millionen von den Produktionsbändern rollen.

Das zeige, dass die Elektrifizierung nicht in Konkurrenz zum Verbrennungsmotor stehe, sondern ihn ergänze, sagte Bulander. Ein gutes Beispiel dafür sei das neue Boost Recuperation System von Bosch: Der Mildhybrid auf 48-Volt-Basis ermöglicht bei kompakten Fahrzeugen eine CO2-Reduzierung von rund sechs Prozent im Normzyklus, und bis zu 15 Prozent im Realbetrieb. Die Kraftstoffeinsparung kann über eine Segelfunktion sogar noch gesteigert werden – dabei wird der Motor auch bei hohen Geschwindigkeiten per Start/Stopp ausgeschaltet.

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