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Hybrid- und Elektrofahrzeuge Bosch: Neuordnung der Zusammenarbeit

| Redakteur: Thomas Günnel

Bosch setzt nach eigenen Angaben seine Schwerpunkte in der Batterieentwicklung und -fertigung für Hybrid- und Elektrofahrzeuge neu: Die beiden Mutterhäuser des Joint Venture SB LiMotive – Samsung und Bosch – ordnen deshalb ihre Geschäftsbeziehungen neu.

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Bosch passt seine Schwerpunkte in der Batterieentwicklung und -fertigung für Hybrid- und Elektrofahrzeuge an. Die Mutterhäuser des Joint Venture SB LiMotive – Samsung und Bosch – ordnen deshalb ihre Geschäftsbeziehungen neu. Im Bild: Ein Mitarbeiter des Joint Venture prüft Batteriesysteme in einer Klimakammer.
Bosch passt seine Schwerpunkte in der Batterieentwicklung und -fertigung für Hybrid- und Elektrofahrzeuge an. Die Mutterhäuser des Joint Venture SB LiMotive – Samsung und Bosch – ordnen deshalb ihre Geschäftsbeziehungen neu. Im Bild: Ein Mitarbeiter des Joint Venture prüft Batteriesysteme in einer Klimakammer.
(Bosch)

Die Neuordnung gilt vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden. Das Batteriesystemgeschäft mit allen Komponenten geht vollständig an Bosch. Zudem übernimmt der Zulieferer die in Stuttgart ansässige Tochter SB LiMotive Germany GmbH mit den Themenschwerpunkten Systementwicklung, Batteriemanagementsystem, Prototypenbau, Marketing und Vertrieb. Parallel integriert Bosch auch das für den US-Markt wichtige Tochterunternehmen Cobasys mit den Standorten Orion, Michigan und Springboro, Ohio. „Wir sind mit diversen Projekten bereits erfolgreich in den Zukunftsmarkt der Elektromobilität gestartet und treiben eine Vielzahl weiterer Entwicklungen aktiv voran. Mit der Neuordnung können wir hinsichtlich Marktfokus und Geschwindigkeit besser auf die Anforderungen unserer Kunden eingehen“, sagt Dr. Ing. Bernd Bohr, Vorsitzender des Unternehmensbereichs Kraftfahrzeugtechnik der Robert Bosch GmbH, zur Neuausrichtung.

Innerhalb der weiteren Kooperation mit dem bisherigen Joint Venture-Partner ist laut Bosch sichergestellt, dass alle Entwicklungs- und Lieferaufträge weitergeführt werden. Zudem wurde ein wechselseitiger Zugang zu den Patenten vereinbart.

Europäisches Spezialistennetzwerk

Hintergrund der Neuordnung sind Pläne von Bosch, die Forschung und Entwicklung von leistungsfähigen Speicherzellen in Deutschland zu etablieren und ein europäisches Spezialistennetzwerk zu knüpfen. Dazu will das Unternehmen eng mit Industriepartnern und Hochschulen kooperieren. Außerdem will der Zulieferer eine Fertigung in Europa errichten – in Zusammenarbeit mit deutschen und europäischen Lieferanten.

Bosch und Elektromobilität

Die Bosch-Gruppe investiert rund 400 Millionen Euro pro Jahr in den Bereich Elektromobilität. Derzeit beschäftigt Bosch in diesem Bereich mehr als 1.100 Mitarbeiter – inklusive der rund 300 Batteriespezialisten bei SB LiMotive Deutschland in Stuttgart und Cobasys in den USA.

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