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Bosch Bosch schließt brillantes Geschäftsjahr ab

| Redakteur: Christoph Baeuchle

Das vergangene Jahr lief für den Stuttgarter Zulieferer sehr gut. Das Wachstum hat allerdings Grenzen. Bosch-Chef Franz Fehrenbach: "Wenn wir das Niveau halten wollen, müssen wir uns kräftig strecken."

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( Archiv: Vogel Business Media )

Mit einem Umsatz von 40 Milliarden Euro 2004 behauptet sich Bosch als weltgrößter Automobilzulieferer. Damit konnten die Stuttgarter im vergangenen Jahr beim Umsatz um 10 Prozent zulegen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wuchs von 1,8 Milliarden Euro 2003 auf 2,6 Milliarden Euro 2004. Dies bedeutet eine Umsatzrendite von 6,4 Prozent.

Damit ist Bosch nahe an die selbst gesteckte Zielmarke von 7 Prozent bei der Umsatzrendite herangekommen. Mit 25,3 Milliarden Euro trug die Kfz-Sparte wesentlich zum guten Ergebnis des Unternehmens bei. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Plus von 7 Prozent. "Das operative Ergebnis im Bereich Kfz-Technik konnten wir um 179 Millionen Euro auf 1,5 Milliarden Euro steigern", erläutert Gerhard Kümmel, zuständiger Bosch-Geschäftsführer für den Bereich Finanzen. Das positive Bild werde allerdings durch weniger positive Faktoren getrübt, so Bosch-Chef Franz Fehrenbach:

"Neben einigen Qualitäts-Tiefs Anfang des Jahres auch durch die aktuelle Feinstaub-Debatte." Durch die massiv aufgetretenen Rückruf-Aktionen messen die Stuttgarter der Qualität ihrer Produkte besondere Bedeutung zu: "Wir werden unsere Qualitätsarbeit weiter intensivieren", erklärt Fehrenbach, schließlich gebe es keine Rendite ohne Qualität. Doch er stellt auch klar: "Innovationen ohne Risiko sind nicht zu haben". In punkto Qualität fährt Bosch zweigleisig.

In der Produktion wird das Qualitätsmanagement weiter ausgebaut. "Zum anderen geht es darum, mit unseren Kunden und Lieferanten eine durchgehende Qualitätssicherung über die gesamte Wertschöpfungskette sicherzustellen", so der Bosch-Geschäfsführer. Für das laufende Jahr erwartet Fehrenbach eine schlechtere Entwicklung als 2004: "Insgesamt rechnen wir für 2005 mit einem Wachstum zwischen drei und fünf Prozent." Pessimistischer ist Fehrenbach beim EBIT: "Wenn wir das Niveau vom letzten Jahr auch 2005 erreichen wollen, müssen wir uns kräftig strecken."