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Automobilzulieferer Bosch-Standort Bremen schließt Ende 2020

| Autor/ Redakteur: dpa / Jens Scheiner

Das Bosch-Werk in Bremen wird Ende 2020 geschlossen und die Produktion von Lenksystemen nach Ungarn verlagert. Die IG Metall und der Automobilzulieferer haben sich auf ein Maßnahmenpaket verständigt, dass für beide Seiten zufriedenstellend ist.

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Bosch stärkt den Standort Ungarn: Nicht nur ein neues Engineering-Center (Bild) entsteht dort, sondern auch die Produktion des Werks Bremen wird dorthin verlagert.
Bosch stärkt den Standort Ungarn: Nicht nur ein neues Engineering-Center (Bild) entsteht dort, sondern auch die Produktion des Werks Bremen wird dorthin verlagert.
(Bild: Bosch)

Der Automobilzulieferer Bosch und die IG Metall haben in den Verhandlungen über die Schließung des Werks in Bremen eine Einigung erzielt. Die Mitarbeiter der Produktionssparte, die Ende 2020 nach Ungarn verlagert wird, sollen Abfindungen erhalten, teilten das Unternehmen und die IG Metall am Freitagabend (24. Januar) mit. Laut der IG Metall sollen die Beschäftigten je nach Alter eine auf maximal 200.000 Euro gedeckelte Abfindung zwischen einem und zwei Monatsgehältern pro Beschäftigungsjahr erhalten.

Anlaufunterstützung in Ungarn

Außerdem soll für jeden Mitarbeiter im Anschluss an seine Beschäftigung bei Bosch eine Transfergesellschaft für zwölf Monate vereinbart werden. Verschiedene weitere Zuschläge, etwa pro Kind, sind geplant. Außerdem soll es laut IG Metall eine Nachlaufzeit für Nacharbeiten am Bremer Standort sowie Umbau, Aufbau und Anlaufunterstützung in Ungarn bis zum 30. Juni 2021 geben. Die Produktentwicklung mit mehr als 30 Beschäftigten soll erhalten bleiben. Die Einigung ist noch vorbehaltlich – so müssen die IG-Metall-Mitglieder des Bosch-Standorts Bremen noch zustimmen, wie Bosch mitteilte.

Auch, wenn wir die Arbeitsplätze nicht erhalten konnten, sind wir mit der Gesamtlaufzeit aus Produktionsende, Nachlaufzeit und Transfergesellschaft zufrieden.

Volker Stahmann, Geschäftsführer der IG Metall Bremen

Der Automobilzulieferer will an mehreren deutschen Standorten Stellen abbauen. Im Werk in Bremen sollen 240 Stellen in der Lenksystemsparte wegfallen. Das hatte der Konzern im Oktober mitgeteilt und damit den Protest der Arbeitnehmer erregt. Anfang Januar hatten sich zahlreiche Mitarbeiter an einem Warnstreik beteiligt. Unterdessen verlagert auch der Zulieferer Harman einen deutschen Standort nach Ungarn.

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