Suchen

Zulieferer

Bosch wächst doppelt so schnell wie der Markt

Seite: 2/3

Firmen zum Thema

Mobilitätskonzepte für den Verkehr von morgen

Doppelt so schnell wie der Markt ist der Unternehmensbereich Mobility Solutions gewachsen, die frühere Kraftfahrzeugtechnik. Der Umsatz stieg um 8,9 Prozent auf 33,3 Milliarden Euro (wechselkursbereinigt: 9,9 Prozent). Das EBIT des Unternehmensbereichs lag bei 2,4 Milliarden Euro, die EBIT-Rendite bei 7,2 Prozent vom Umsatz. Ohne Einmal- und Konsolidierungseffekte beträgt die operative Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr rund 0,9 Prozentpunkte. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung stiegen um 500 Millionen Euro auf fünf Milliarden Euro oder 10,1 Prozent vom Umsatz.

Highway-Pilot bis zum Jahr 2020

Ein wesentliches Wachstumsfeld im Bereich Mobility Solutions ist für Bosch das automatisierte Fahren. Mehr als 20.000 Ingenieure sind damit beschäftigt. Sukzessive bringt das Unternehmen neue Fahrerassistenzsysteme auf den Markt. Beispielsweise gehen 2015 das ferngesteuerte Parken, der Stauassistent sowie der Ausweich- und Linksabbiegeassistent in Serie. 2020 soll ein Highway-Pilot serienreif sein, der das Auto auf der Autobahn automatisch steuert. Bei der Mobilität der Zukunft geht es für Bosch aber nicht nur um Automatisierung, sondern auch um Vernetzung und Elektrifizierung. 30 Serienprojekte für elektrifizierte Antriebe realisiert das Unternehmen aktuell. Rolf Bulander, Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions rechnet im Jahr 2020 weltweit mit 11,5 Millionen Elektrofahrzeugen (BEV, PHEV, Hybrid) – ein Anteil von etwa zehn Prozent an der prognostizierten Gesamtproduktion.

Bildergalerie

Bildergalerie mit 5 Bildern

Nahezu 400 Millionen Euro investiert der Zulieferer jährlich in die Elektromobilität, unter anderem in die Weiterentwicklung der Batterietechnik. „Wir haben dem Diesel den Siegeszug ermöglicht. Wir werden das gleiche für den Elektroantrieb schaffen“, sagte Denner. Ein Schlüssel für den Markterfolg elektrifizierter Antriebe sei ihre Alltagstauglichkeit. So vernetze eine von Bosch entwickelte App etwa 80 Prozent aller internetfähigen Ladesäulen in Deutschland, und ermögliche dem Nutzer das einfache Laden seines Elektrofahrzeugs.

Elektronische Motorsteuerungs-Systeme für Zweiräder

Bosch versteht sich heute aber auch als Anbieter von Mobilitätslösungen, über das Auto hinaus. 2014 waren Systeme wie zum Beispiel die Benzindirekt- und Dieselhochdruckeinspritzung wieder äußerst erfolgreich. Hinzu kommen mehr und mehr Softwarelösungen und Mobilitätsdienstleistungen. „Die Vernetzung ermöglicht vollkommen neue Kundenlösungen für den intermodalen Verkehr der Zukunft. Auch in etablierten Bereichen trägt sie wesentlich zu Kundennutzen und Schonung von Ressourcen bei“, betonte Denner. So habe Bosch im vergangenen Jahr beispielsweise vernetzte elektronische Motorsteuerungs-Systeme für Zweiräder präsentiert. Auf dem Smartphone kann der Fahrer Fahrzeuginformationen ablesen und auswerten.

(ID:43354332)