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Automobilzulieferer Bosch will weitere 1.000 Arbeitsplätze abbauen

| Autor/ Redakteur: dpa / Jens Scheiner

Der Automobilzulieferer Bosch will weitere 1.000 Arbeitsplätze in Baden-Württemberg abbauen. Betroffen ist der Geschäftsbereich Automotive Steering (Lenksysteme) in Schwäbisch Gmünd.

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Bosch will am Standort Schwäbisch Gmünd weitere 1.000 Arbeitsplätze abbauen.
Bosch will am Standort Schwäbisch Gmünd weitere 1.000 Arbeitsplätze abbauen.
(Bild: Bosch)

Anfang der Woche hatte Bosch bereits bekanntgegeben, aufgrund der sinkenden Nachfrage nach Diesel- und Benzinautos in den kommenden zwei Jahren gut 1.600 Arbeitsplätze in der Antriebssparte an den Bosch-Standorten in Feuerbach und Schwieberdingen abzubauen. Nun will der Automobilzulieferer weitere 1.000 Arbeitsplätze in Baden-Württemberg streichen. Betroffen ist der Geschäftsbereich Automotive Steering (Lenksysteme) in Schwäbisch Gmünd.

„Wir müssen jetzt handeln, um uns mit einer tiefgreifenden Restrukturierung wieder wettbewerbs- und damit zukunftsfähig zu machen“, teilte der Vorsitzende des Bereichsvorstands, Christian Sobottka, am Donnerstag (24. Oktober) mit. Die „Stuttgarter Zeitung“ und die „Rems-Zeitung“ berichteten zuvor darüber.

Standort wird neu ausgerichtet und nicht geschlossen

Derzeit sind 5.000 Mitarbeiter am Bosch-Standort in Schwäbisch Gmünd beschäftigt. Eine Standortvereinbarung aus dem Jahr 2017 hatte in Schwäbisch Gmünd bereits einen Abbau von Hunderten Arbeitsplätzen bis Ende 2022 vorgesehen. Dieser Abbau soll jetzt um weitere 1.000 Stellen ausgeweitet werden.

„Das ist eine Herausforderung für uns“, sagte ein Sprecher der Stadt. Oberbürgermeister Richard Arnold (CDU) habe mit der Geschäftsleitung und dem Betriebsrat gesprochen. Er setze darauf, dass der Standort nicht grundsätzlich infrage gestellt, sondern neu ausgerichtet werde. „Wir stehen zu Schwäbisch Gmünd als Leitwerk. Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit sind weiter unsere Kernziele“, betonte Sobottka.

Bosch beschäftigt weltweit momentan rund 410.000 Menschen, davon 140.000 in Deutschland. Bei dem Unternehmen hängen nach Angaben vom Mai weltweit etwa 50.000 Arbeitsplätze allein vom Diesel ab.

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