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Zulieferer Boysen Gruppe steigert Umsatz auf 1,25 Milliarden Euro

| Redakteur: Wolfgang Sievernich

Der Abgastechnik-Zulieferer kann ein Umsatzwachstum von rund 20 Prozent im Gegensatz zum Vorjahr verzeichnen.

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Geschäftsführer Rolf Geisel prognostiziert für 2015 ein weiteres Umsatzplus.
Geschäftsführer Rolf Geisel prognostiziert für 2015 ein weiteres Umsatzplus.
(Foto: Boysen)

Der Abgastechnik-Zulieferer Boysen hat seinen Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr auf 1,25 Milliarden Euro Umsatz gesteigert. Im Vergleich zum Vorjahr konnte sein Umsatzplus von 20 Prozent verzeichnet werden. Auch bei der Zahl der Mitarbeiter konnte Boysen zulegen. An den an weltweit 17 Standorten wuchs die Anzahl der Mitarbeiter von 2.200 auf 2.800. Die Investitionen 2014 schlagen mit 85 Millionen Euro zu Buche, wobei ein Vorjahresvergleich laut Geschäftsführer Rolf Geisel „nur bedingt aussagekräftig ist, weil 2013 die Hochphase unseres Standortausbaus war und mit der Rekordmarke von 130 Millionen Euro einen absoluten Sonderstatus einnimmt“.

Großprojekte für Wachstum verantwortlich

Verantwortlich für die positiven Jahreszahlen sollen drei Großprojekte sein. „Die Serienanläufe für die Mercedes-Benz C-Klasse in vier neuen Werken auf vier Kontinenten, die Fertigstellung unseres neuen Werkes in Ingolstadt sowie der weitere Auf- und Ausbau unseres zweiten Entwicklungszentrums in Nagold“ wie Geisel weiss. Das Kerngeschäft des Abgasunternehmens ist der Automobilsektor, für den das Unternehmen für 2015 einen Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro prognostiziert.

Als Umsatztreiber für das laufende Jahr nennt er die bevorstehenden Anläufe der Serienproduktion von Abgassystemen für die jeweils neuen Modelle des Audi A4, des 7er BMW sowie des Mercedes-Benz GLK, welcher in Anlehnung an das C-Klasse-Segment künftig GLC heißen wird.

Sparzwang der Hersteller

Doch positiver Umsatz heisst nicht gleich Gewinn. „Aktuell ist überall zu lesen, dass die Automobilhersteller ihre Sparprogramme forcieren. Wenn man miteinbezieht, dass bis zu 75 Prozent der Wertschöpfung eines Autos auf Zulieferungen entfallen, dann kann man sich denken, wo der Hebel angesetzt wird. Bereits seit einigen Jahren erwarten unsere Kunden von uns permanente Kostensenkungen und Qualitätsverbesserungen, verbunden mit innovativen Produktentwicklungen in immer kürzerer Zeit. Einfach ausgedrückt: Wir erbringen immer mehr Leistung und bekommen dafür immer weniger Geld.“ Als Folge daraus sei der Ertrag 2014 ebenso wie schon im Jahr davor rückläufig gewesen.

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