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Brembo Bremsscheiben-Joint Venture

| Redakteur: Thomas Weber

Brembo und die SGL Group bündeln ihre Aktivitäten bei Carbon-Keramik-Bremsscheiben und erhoffen sich signifikante Synergien.

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Die Brembo S.p.A. und die SGL Group haben ein 50:50-Joint Venture im Bereich Carbon-Keramik-Bremsscheiben geschlossen. „Zu diesem Zweck werden die derzeitigen Tochtergesellschaften Brembo Ceramic Brake Systems (BCBS) S.p.A. und die SGL Brakes GmbH ihre Aktivitäten zusammenführen“, teilt Brembo mit. Das Joint Venture, dessen Stammsitz bei Mailand sein wird, soll unter dem Namen „Brembo SGL Carbon Ceramic Breakes“ am 1. Juni 2009 seine operative Tätigkeit aufnehmen.

Ziel des Joint Ventures ist die gemeinsame Weiterentwicklung sowie die Produktion und der exklusive Vertrieb von Carbon-Keramik-Bremsscheiben für die Fahrzeugindustrie. An den beiden Standorten in Meitingen (Deutschland) und Stezzano (Italien) arbeiten insgesamt 350 Mitarbeiter. Für 2009 wird ein Umsatzvolumen von rund 70 Millionen Euro erwartet. Das Joint Venture wird von zwei General Managern, Antonio Braiato (Brembo) und Bruno Toniolo (SGL Group), geleitet. Beide verfügen über langjährige Managementerfahrung in der jeweiligen Muttergesellschaft.

„Brembo SGL Carbon Ceramic Breakes wird weltweit Maßstäbe für Technologie, Design, Entwicklung und Produktion von Carbon-Keramik-Bremsscheiben für Automobile im Sport- und Luxussegment setzen“, ist sich Robert Koehler, Vorstandsvorsitzender der SGL Group, sicher. „Nach den intensiven Entwicklungsarbeiten der vergangenen Jahre sind Carbon-Keramik-Bremsscheiben nun bereit für einen Einsatz im größeren Maßstab“, so Koehler. Alberto Bombassei, Präsident Brembo S.p.A. ergänzt: „Ich bin stolz darauf ein Joint Venture bekannt zu geben, das einen Entwicklungsschub für die nächste Generation von Carbon-Keramik-Bremsscheiben bedeutet.“

Die komplementären Kernkompetenzen der jeweiligen Gesellschaften ermögliche es, Synergien in den Bereichen Materialien, Prozessmanagement und Produktentwicklung zu heben, heißt es. Die gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sorgten dafür, dass die eingesetzten finanziellen Mittel deutlich effizienter genutzt und durch die Vermeidung von Doppelarbeit in vergleichbaren Arbeitsgebieten reduziert werden.

Im Vergleich zur konventionellen Grauguss-Bremsscheibe bietet die Carbon-Keramik-Bremsscheibe eine deutliche Gewichtsreduktion von bis zu 50 Prozent und somit die Möglichkeit niedrigeren Treibstoffverbrauchs. Zudem zeichnet sie sich durch eine längere Lebensdauer, höhere Korrosionsbeständigkeit und einen niedrigeren Feinstaubausstoß sowie eine höhere thermische Stabilität aus.

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