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Brennstoffzelle Brennstoffzellen-Müllauto im Probebetrieb

Autor / Redakteur: Mario Hommen/SP-X / Sven Prawitz

Die Stadt Bremen testet ein Müllfahrzeug mit Brennstoffzelle. Der Prototyp des Herstellers Faun kombiniert zwei Energiespeicher und soll bald serienreif sein.

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Faun kombiniert in seinem Müllfahrzeug eine Traktionsbatterie mit bis zu drei Brennstoffzellen-Stacks.
Faun kombiniert in seinem Müllfahrzeug eine Traktionsbatterie mit bis zu drei Brennstoffzellen-Stacks.
(Bild: Faun)

Erstmals kommt ein elektrisch angetriebener Müllwagen mit Brennstoffzellentechnik im Alltag zum Einsatz. Zunächst bis Ende November soll der Prototyp von Faun – einem Tochterunternehmen des Zulieferers Kirchhoff – bei der Abfalllogistik Bremen ein Müllfahrzeug mit Dieselantrieb ersetzen. Bereits im Jahr 2021 will Faun in die Serienproduktion elektrischer Entsorgungsfahrzeuge mit dem Bluepower genannten Brennstoffzellen-E-Antrieb einsteigen. Für Mitte des Jahrzehnts rechnet das Unternehmen damit, den Großteil seiner Müllfahrzeuge mit Wasserstoff- statt Dieselantrieb auszuliefern.

Batterie plus Brennstoffzelle

Das Modell zeigt die einzelnen Komponenten des Brennstoffzellen-Müllfahrzeugs.
Das Modell zeigt die einzelnen Komponenten des Brennstoffzellen-Müllfahrzeugs.
(Bild: Faun)

Bei seinem Bluepower-System setzt Faun auf eine Kombination aus Batterien und Brennstoffzellen als Energiespeicher. Hauptstromquelle ist ein im Fahrgestell integrierter 85-kWh-Akku, der sich innerhalb von 30 Minuten mit genügend elektrischer Energie für zwei Touren und jeweils zehn Tonnen Abfall aufladen lässt. Als Range-Extender sind zudem eine Wasserstoff-Brennstoffzelle und entsprechende Wasserstofftanks an Bord. Die Brennstoffzelle stellt 100 kWh und damit Energie für 180 Kilometer Reichweite bereit. Der Antrieb könne auf bis zu drei Brennstoffzellen erweitert werden.

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