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Elektromobilität Brennstoffzellen-Technik in der Warteschleife

| Autor / Redakteur: sp-x / Christian Otto

Das Brennstoffzellenauto soll schon seit Jahrzehnten die Umwelt- und Energieprobleme im Verkehr lösen. Nun schiebt die Industrie die Technik wieder einmal in den Fokus. Denn künftig könnte es ohne Wasserstoff vielleicht nicht mehr gehen.

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Toyota will den FCV im Jahr 2015 für unter 80.000 Euro auf den Markt bringen.
Toyota will den FCV im Jahr 2015 für unter 80.000 Euro auf den Markt bringen.
(Foto: Toyota)

Knapp 24 Jahre Forschung und Entwicklung haben die Amerikaner benötigt, um einen Menschen auf den Mond zu schießen. Fast genauso lange arbeitet die Automobilindustrie bereits konkret am Brennstoffzellen-Pkw. Kaufen kann man ihn trotz zahlreicher zwischenzeitlicher Ankündigungen immer noch nicht. Der Vergleich ist allerdings unfair. Denn die Brennstoffzelle für das Auto funktioniert im Prinzip schon längst. Während aber beim US-Raumfahrtprogramm weder finanzielle noch andere Kosten auch nur die geringste Rolle spielten, tun sie das beim Brennstoffzellenauto durchaus: entsprechende Fahrzeuge wären heute einfach noch viel zu teuer. Allein die Zelle, das kleine Stromkraftwerk, würde heute rund 45.000 Euro kosten.

Vorerst nur Leasing möglich

So wundert es nicht, dass das derzeit einzig in nennenswerter Stückzahl produzierte Brennstoffzellenauto nicht gekauft, sondern lediglich geleast werden kann. Hyundai bietet den ix35 Fuel Cell zudem in Deutschland nicht auf dem freien Leasing-Markt an, sondern sucht sich die Kunden selbst aus, unter anderem in Behörden und großen Unternehmen. Zur Höhe der Raten sagt das Unternehmen nichts, in den USA allerdings werden pro Monat 500 Dollar fällig (inklusive Kraftstoff und Wartung), doppelt so viel wie für einen konventionellen ix35, der dort Tucson heißt.

Ein einträgliches Geschäft dürfte das trotz des deutlichen Preisaufschlages nicht sein. Doch bei der Brennstoffzelle geht es noch gar nicht ums Geschäft, zumindest nicht um ein kurzfristiges. Zunächst einmal dürfte man sich in Korea die Hände reiben, weil man den Konkurrenten Toyota düpiert hat. Die Japaner sehen sich als einer der Vorreiter der Wasserstofftechnik und wollten die Position ab 2015 mit dem frühen Einstieg in die Serienproduktion unterstreichen. Als angepeilten Preis nennt Toyota übrigens knapp 80.000 Euro – die kaum kostendeckend sein dürften.

Emissionsfreier Antrieb

Es geht aber nicht nur um die Ehre. Denn die Technik hat das Potential, sämtliche CO2-, Abgas- und Energieprobleme im Straßenverkehr zu lösen. Wasserstoffgas reagiert in der Brennstoffzelle zu reinem Sauerstoff und klarem Wasser, wobei sauberer Strom zum Betrieb eines Elektromotors entsteht. Auch wenn das Gas in Deutschland aktuell noch größtenteils aus Erdgas gewonnen wird, kann es potenziell in großem Stil emissionsfrei aus Sonnen- oder Windenergie gewonnen werden. Und so auch die Abhängigkeit von Ölimporten verringern. In vielerlei Hinsicht ist das Brennstoffzellen- dem Elektroauto also mindestens ebenbürtig. Überlegen ist es ihm in der Alltagstauglichkeit: Ein Hyundai ix35 Fuel Cell kommt mit einer Tankfüllung 600 Kilometer weit, Forschungsfahrzeuge wie der Toyota FCHV sogar 800 Kilometer. Ist der Gasvorrat dann doch erschöpft, dauert das Auftanken nicht viel länger als bei konventionellen Kraftstoffen.

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