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Digitalisierung

Bridgestone übernimmt Tom-Tom-Telematiksparte

| Autor/ Redakteur: Andreas Grimm / Svenja Gelowicz

Der Reifenhersteller Bridgestone will über sein angestammtes Geschäft hinauswachsen. Dafür kauft das Unternehmen die Telematiksparte von Tom-Tom.

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Bridgestone will mehr sein als ein Reifenhersteller.
Bridgestone will mehr sein als ein Reifenhersteller.
(Bild: Bridgestone)

Bridgestone arbeitet mit der Übernahme des Telematik-Sparte des Navigationsspezialisten Tom-Tom weiter an der Entwicklung zum Mobilitätsdienstleister. Laut einer Pressemitteilung will der Reifenkonzern 910 Millionen Euro für den Unternehmensbereich zahlen. Die Unternehmen gehen davon aus, den Verkauf im zweiten Quartal abschließen zu können.

Erst vor wenigen Tagen hatte der Reifenkonzern bekannt gegeben, dass Bridgestone Europe mit der Venture-Capital-Gesellschaft Iris Capital eine Partnerschaft eingegangen ist. Ziel der Zusammenarbeit seien „Investitionen in innovative Mobilitätsdienste, Industrie-4.0-Lösungen und digitale Transformationstechnologien in Europa, dem Nahen Osten und Afrika“.

Virtuelle Reifenentwicklung dank Flottendaten

Mit dem Erwerb der Tom-Tom-Unternehmenssparte sei der Grundstein für ein führendes Kompetenzzentrum für Flottenlösungen gelegt, um digitale Geschäftsmodelle für kommerzielle und private Mobilität zu erschließen, heißt es nun von Bridgestone. Durch den Zusammenschluss ergebe sich für den Reifenhersteller die Möglichkeit, seine Produkte und Services an einen größeren Kundenstamm zu verkaufen. Mithilfe der gewonnenen Flottendaten könne zudem die virtuelle Reifenentwicklung vorangetrieben werden.

Bridgestone geht davon aus, dass die Bedeutung von Flotten gegenüber Einzelfahrzeugen für den Transport von Personen und Gütern weiter wachsen wird. Die steigende Nachfrage in der Transportbranche beschleunige die Entwicklung, dass Flottenbesitzer und Flottenmanager die Produktivität ihrer Fuhrparks maximieren und gleichzeitig die Gesamtbetriebskosten senken müssen.

Tom-Tom selbst will sich nach dem Verkauf stärker auf das hart umkämpfte Geschäft mit digitalen Kartendiensten und Verkehrsinformationen konzentrieren. Die Dienste von Tom-Tom Telematics nutzen aktuell 860.000, von denen mehr als zwei Drittel aus dem gewerblichen Umfeld sind. Der niederländische Konzern hatte den Bereich mit 670 Mitarbeitern im September zum Verkauf gestellt.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«