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Zulieferer Brose weiter auf Wachstumskurs

| Redakteur: Jens Scheiner

Das Geschäftsjahr 2015 war für die Brose Gruppe sehr erfolgreich. Für 2016 erwartet der Automobilzulieferer allerdings ein verhaltenes Wachstum.

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Die Brose Gruppe konnte im Geschäftsjahr 2015 mit 6,1 Milliarden Euro Umsatz das Ergebnis aus dem Vorjahr um 17 Prozent steigern.
Die Brose Gruppe konnte im Geschäftsjahr 2015 mit 6,1 Milliarden Euro Umsatz das Ergebnis aus dem Vorjahr um 17 Prozent steigern.
(Bild: Brose )

Wie Jürgen Otto, Vorsitzender der Geschäftsführung, bei der Sitzung von Gesellschaftern und Beirat am Gründungssitz in Berlin mitteilte, hat die Brose Gruppe im Geschäftsjahr 2015 mit 6,1 Milliarden Euro Umsatz das Ergebnis aus dem Vorjahr um 17 Prozent steigern können. Die Hälfte des Zuwachses resultierte allerdings aus Währungsumrechnungen. Regional entwickelte sich Nordamerika am stärksten (+27 Prozent), gefolgt von Asien (+19 Prozent) und Europa (+13 Prozent).

Alle Geschäftsbereiche sind im vergangenen Jahr weiter gewachsen: Die Türsysteme stiegen um 15 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro Umsatz. Der Bereich Sitzsysteme setzte 1,9 Milliarden Euro um, ein Plus von 29 Prozent. Bei Motoren wuchs das Volumen um 5 Prozent auf rund 1 Milliarde Euro. Insgesamt hat das Familienunternehmen weltweit 1.100 Mitarbeiter eingestellt – das entspricht einem Anstieg von 5 Prozent auf 24.200 Beschäftigte insgesamt. Wie der Zulieferer mitteilte investierte er 2015 rund 360 Millionen Euro (+52 Prozent). Die Mittel flossen vor allem in den Ausbau vorhandener Werke sowie in neue Verwaltungsgebäude in Shanghai/China und Bamberg. Für Forschung und Entwicklung setzte das Unternehmen mehr als 470 Millionen Euro ein. Über 3.000 Techniker und Ingenieure weltweit arbeiten an neuen Produkten und Fertigungsverfahren. Das entspricht mehr als zehn Prozent der Beschäftigten.

Ausblick: neue Geschäftspotenziale

2016 wird für die Automobilindustrie ein verhalteneres Wachstum erwartet. Dementsprechend rechnet Brose mit einer Ausweitung des Geschäfts von etwa 6 Prozent. „Die Elektrifizierung der Fahrzeuge bietet neben neuen technischen Bedingungen auch Chancen für Brose. Diese wollen wir mit unserer Mechatronik-Kompetenz und der Erfahrung in Leichtbau von Komponenten und Systemen nutzen“, betonte Jürgen Otto, Vorsitzender der Geschäftsführung. „Autonomes Fahren wird zu einer veränderten Nutzung des Innenraums führen, Brose wird sein Portfolio auf diese Trends ausrichten.“

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