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Schefenacker Bruhnke neuer Schefenacker-Chef

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Ulrich Bruhnke (53) ist neuer Vorstandschef beim Autorückspiegel-Hersteller Schefenacker.

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Ulrich Bruhnke (53) ist neuer Vorstandschef beim Autorückspiegel-Hersteller Schefenacker. Der Zulieferer, der kurz vor der Pleite stand, war in den vergangenen Monaten von Sanierungsexperten geführt worden. Wie Schefenacker mitteilte, wurde Stephan Kessel zum Chairman der Gruppe und der frühere Alleinbesitzer Alfred Schefenacker als Direktor ohne operativen Geschäftsbereich ins Management Board der Gruppe gewählt. Bruhnke soll nun das Geschäft mit den Automobilherstellern ankurbeln.

Der Automanager war lange Jahre bei Mercedes-Benz und wurde dort vor allem als Chef der Veredlungssparte AMG bekannt. Danach wechselte er zur BMW-Hochleistungstochter M GmbH, wo er kürzlich ausschied. Die anderen Mitglieder des Führungsgremiums (Management Board) sind Tom Evans sowie Stefaan Vansteenkiste und Tony Alvarez von der auf Sanierungsfälle spezialisierten Beratungsfirma Alvarez & Marsal. "Durch die kürzlich abgeschlossene finanzielle Restrukturierung haben wir als neues Management nun eine entsprechende Plattform, um das Unternehmen als wesentlichen Player in der Automobilzulieferindustrie neu zu etablieren", sagte Bruhnke.

Die Zentrale des früheren Familienbetriebs ist im Zuge der Sanierung von Schwaikheim (Baden-Württemberg) nach Portchester in England verlagert worden, wo das größte Produktionswerk steht. Anfang Mai war ein Sanierungsplan für Schefenacker abgesegnet worden. Die früheren vorrangigen Gläubiger halten jetzt 70 Prozent an dem Kapital der Gruppe, die hochverschuldet war.