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Mazda6 Bühne frei

| Redakteur: Julia Mauritz

Mit dem neuen Mazda 6 präsentiert der Automobilhersteller nach dem Mazda 2 sein zweites vollkommen neu entwickeltes Fahrzeug. Die Japaner führen mit dem Mittelklassemodell ihre Leichtbaustrategie konsequent fort.

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Der Neue ist trotz größerer Abmessungen dank konstruktionstechnischer Maßnahmen 35 Kilogramm leichter als sein Vorgänger. Dadurch verbraucht er rund sieben Prozent weniger Treibstoff. Auch optisch kommt er dynamischer und sportlicher daher. In den deutschen Handel rollt der neue Mazda 6 offiziell am 16. Februar 2008.

Hohe Absatzerwartungen

Zum Marktstart ist als Karosserieform zunächst nur die vier- und fünftürige Limousine verfügbar. Angetrieben wird sie von drei verschiedenen Benzinmotoren und einem Dieselmotor. Die auf der IAA gezeigte Kombiversion soll im zweiten Quartal 2008 folgen. Michael Bergmann, Geschäftsführer von Mazda Motors Deutschland, geht davon aus, dass sich rund 77 Prozent der Käufer für die Fließheckvariante und den Kombi entscheiden werden. Zirka 60 Prozent werden zum Diesel greifen. Die Kunden haben beim Mazda 6 die Wahl zwischen vier Ausstattungslinien. Die Basisversion mit einem 1,8-Liter-Benzinmotor kostet 22.400 Euro. Die in diesem Preis enthaltene Serienausstattung ist üppig: Sie reicht von der kompletten Sicherheitsausstattung über die Klimaanlage bis hin zu Leichtmetallfelgen.

Die Verkaufserwartungen, die die Japaner in ihr neues Modell setzen, sind trotz des schwächelnden Mittelklassesegments hoch: In 2008 plant Mazda, 16.000 Einheiten zu verkaufen, im ersten vollen Verkaufsjahr 2009 rechnet Bergmann mit rund 20.000 Zulassungen. Zum Vergleich: Seit seiner Einführung im Jahr 2002 wurde das Vorgängermodell in Deutschland 125.000 Mal verkauft. Dass Mazda mit seinem neuen Modell in der Mittelklasse gut aufgestellt ist, bestätigen auch die Experten von Eurotax Glass: Sie prognostizieren allen Karosserie- und Motorvarianten, den geringsten prozentualen Wertverlust im Segment. Nur der VW Passat schneidet noch besser ab.

Schwieriges Jahr

Einen Erfolg hat Mazda auch bitter nötig: Per Oktober nämlich mussten der Importeur und der Handel aufgrund des massiven Einbruchs im Privatmarkt ein Zulassungsminus von rund 15,3 Prozent verkraften. „Der Markt ist in diesem Jahr alles andere als leicht und stellt eine große Herausforderung für uns und unsere Händler dar“, bestätigt Bergmann. „Wir verkaufen nun mal 85 Prozent unserer Fahrzeuge an Privatkunden und hatten zudem 2007 gleich zwei Volumenmodelle im Auslauf.“ Umso stolzer ist der Geschäftsführer darauf, dass es gelungen sei, mit 57.000 verkauften Einheiten von Januar bis Oktober den Marktanteil von 2,2 Prozent zu halten. Bei den rein privaten Konsumenten habe Mazda seinen Marktanteil sogar von 2,7 Prozent in 2006 auf 2,8 Prozent steigern können

Für das Gesamtjahr 2007 rechnet Mazda Deutschland mit 68.000 verkauften Einheiten – das wären rund 10.000 Fahrzeuge weniger als ursprünglich prognostiziert. Und auch im kommenden Jahr rechnet Bergmann nicht mit einer signifikanten Markterholung. Dennoch gibt er sich optimistisch: „Das Produktionsvolumen des neuen Mazda 2 und des CX-7 ist für die kommenden Monate bereits verkauft. Speziell der Mazda 2 kommt bei den Kunden sehr gut an. Und wir sind fest überzeugt, dass der Erfolgsnummer 6 nichts im Wege stehen wird.“

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