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Elektromobilität

Bund fördert Bau von 6.000 Ladesäulen

| Autor/ Redakteur: Holger Holzer/SP-X / Lisa Marie Waschbusch

Die E-Autoflotte wächst langsam, der dazugehörige Ausbau der Infrastruktur geht träge voran. Nun hat der Bund den Bau von 6.000 Ladesäulen bewilligt – doch werden die auf Dauer kaum reichen.

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Die Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen hat Zuwendungen für die Errichtung von rund 6.000 Ladepunkten für die Elektromobilität bewilligt. Die meisten Steckdosen will die RWE-Tochter Innogy errichten.
Die Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen hat Zuwendungen für die Errichtung von rund 6.000 Ladepunkten für die Elektromobilität bewilligt. Die meisten Steckdosen will die RWE-Tochter Innogy errichten.
(Bild: Innogy)

Die Förderung des Ladesäulen-Baus für E-Autos beginnt langsam zu greifen. Bislang hat die Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen (BAV) Zuwendungen für die Errichtung von rund 6.000 Ladepunkten bewilligt, wie die Bundesregierung nun auf Anfrage der Grünen im Bundestag mitgeteilt hat. Knapp 5.100 Normalladepunkten stehen gut 900 Schnellladepunkte gegenüber. Die ersten Säulen müssen spätestens im Mai 2018 in Betrieb gehen, sonst verfällt die Förderung. Die Bundesregierung geht jedoch von einer schnelleren Inbetriebnahme aus.

Größter Antragssteller ist bislang mit großem Abstand die RWE-Tochter Innogy, die 2.488 Ladepunkte mit öffentlicher Hilfe errichten will. Auf Rang zwei liegt mit 601 Ladepunkten die Stadt Hamburg. Die höchste Fördersumme erhält jedoch der Energieversorger EnBW mit fünf Millionen Euro, gefolgt von dem niederländischen Schnellladesäulenbetreiber Fastned mit 4,1 Millionen Euro.

15.000 neue Ladesäulen bis 2020 und dennoch nicht genug

Insgesamt will das Bundesverkehrsministerium mit dem Anfang März gestarteten Förderprogramm 15.000 Ladesäulen bis 2020 bauen lassen. Die Förderung beläuft sich auf bis zu 3.000 Euro pro Ladepunkt, von denen es pro Ladesäule mehrere geben kann, bei Schnellladepunkten werden bis zu 30.000 Euro gewährt. Hinzu kommen gesonderte Zuschüsse für den Netzanschluss. Der erste Förderaufruf lief bis Ende April, der nächste soll im September folgen. Insgesamt stehen 300 Millionen Euro zur Verfügung.

Aktuell gibt es in Deutschland laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft rund 10.700 öffentliche Ladepunkte. Für eine große Zahl an E-Autos reicht das bei weitem nicht; für eine Million Fahrzeuge wären rund 77.000 Ladepunkte nötig, 7.000 davon mit Schnellladefunktion. Wie sehr Lücken in der Infrastruktur die E-Mobilität behindern können, zeigt sich aktuell ausgerechnet im E-Auto-Wunderland Norwegen. Dank großzügiger staatlicher Förderung sind in dem skandinavischen Land mittlerweile mehr als 100.000 E-Mobile und Plug-in-Hybride auf den Straßen – so viele, dass die Ladestationen knapp werden. Laut Medienberichten rät die Elektrowagenvereinigung daher nun Personen ohne private Lademöglichkeit davon ab, batteriebetriebene Fahrzeuge zu kaufen.

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