Mobilität

Bund fördert Infrastruktur alternativer Kraftstoffe

| Redakteur: Thomas Günnel

Das Bundeskabinett hat Investitionen von rund einer Milliarde Euro in den Ausbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe beschlossen.
Das Bundeskabinett hat Investitionen von rund einer Milliarde Euro in den Ausbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe beschlossen. (Bild: Daimler)

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Das Bundeskabinett hat den „Nationalen Strategierahmen für den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe“ beschlossen. Er formuliert Ziele und Maßnahmen für den Infrastrukturaufbau der alternativen Kraftstoffe Strom, Wasserstoff und Erdgas.

Der Bund investiert rund eine Milliarde Euro in den Ausbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe. Das Bundeskabinett hat heute (9. November) den entsprechenden Strategierahmen beschlossen. Vorgelegt wurde er vom Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt. Das Projekt umfasst Investitionen in Höhe von rund einer Milliarde Euro. Dabei kommen 300 Millionen vom Förderprogramm „Ladeinfrastruktur Elektromobilität“, 140 Millionen Euro vom Förderprogramm „Elektromobilität vor Ort“, 247 Millionen Euro vom „Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie“ (NIP) und 268 Millionen Euro aus der Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie. Konkret sind folgende Maßnahmen geplant:

Elektromobilität / Ladesäulen

  • Ausstattung aller bewirtschafteten Autobahnrastanlagen mit Schnellladesäulen
  • 300-Millionen-Euro-Förderprogramm für ein flächendeckendes Netz mit 5.000 Schnell- und 10.000 Normalladesäulen bis zum Jahr 2020
  • Förderprogramm „Elektromobilität vor Ort“ mit rund 35 Millionen Euro pro Jahr für die Unterstützung von Kommunen unter anderem bei der Beschaffung von Elektrofahrzeugen und den dafür erforderlichen Aufbau von Ladeinfrastruktur

Brennstoffzelle / Wasserstoff-Tankstellen

Mit Stand Juni 2016 sind laut Bund bereits 21 Wasserstofftankstellen in Betrieb. Ziel ist, ein Basisnetz von 100 Tankstellen bis 2018 zu schaffen. Dieses soll bis 2023 auf insgesamt 400 Stationen anwachsen.

  • Schaffung eines initialen Netzes durch das 50-Tankstellenprogramm (gefördert durch das NIP)
  • weitere Fördermittel in Höhe von 247 Millionen Euro im Zeitraum 2016-2019 für die Weiterentwicklung und Marktetablierung der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (erfolgt im Rahmen von NIP)
  • Unterstützung der branchenübergreifenden Plattform H2 Mobility Deutschland beim Aufbau des bundesweiten Wasserstoff-Tankstellennetzes

Erdgas-Tankstellen

Aktuell sind laut Bund 900 Tankstellen für komprimiertes Erdgas (CNG) in Betrieb. Bis 2025 soll ein Basisnetz von LNG-Tankstellen (verflüssigtes Erdgas) für den schweren Straßengüterverkehr entlang des TEN-V-Kernnetzes (TEN-V = Transeuropäisches Verkehrsnetz) entstehen. Die LNG-Versorgung von Schiffen in Häfen durch „Truck-to-Ship“-Bebunkerung ist demnach bereits sichergestellt. Der Ausbau der Infrastruktur zur LNG-Versorgung in Häfen soll der Nachfrage entsprechend erfolgen.

  • Förderung erster Demonstrationsprojekte, etwa Anschaffung von LNG-Lkw-Flotten, LNG „Power Packs“ zur Landstromversorgung von Containerschiffen während der Liegezeit
  • Erarbeitung eines BMVI-Förderprogramms, um die Um- und Ausrüstung von Schiffen mit LNG-Antrieben zu unterstützen.

Laut Dobrindt setzt sich Deutschland mit der Höhe der Investitionen europaweit an die Spitze. „Wir unterstützen den Hochlauf der alternativen Antriebe. Der Schlüssel dafür ist der Aufbau einer flächendeckenden Lade- und Tankinfrastruktur – für alle Verkehrsträger und wesentlichen Technologien: Elektromobilität, Brennstoffzelle und Erdgas. Wir haben deshalb mit dem nationalen Strategierahmen eine Infrastrukturoffensive für die Antriebswende gestartet.“

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