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Edscha Cabrio-Boom kompensiert Schwäche in der Entwicklung

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Die Edscha Gruppe hat ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2003/2004 (30. Juni) um 3,6 Prozent gesteigert.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Die Edscha Gruppe hat ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2003/2004 (30. Juni) um 3,6 Prozent gesteigert. Das Remscheider Unternehmen erzielte einen Konzernumsatz von 981,9 Mio. Euro nach 947,8 Mio. Euro im Vorjahr.

Davon entfielen 4,9 Mio. Euro Umsatz auf die erstmals konsolidierten Gesellschaften Anhui Edscha Automotive Parts (AEA) Co., Ltd. (50:50-Joint Venture), China, und Edscha Tools a.s., Tschechische Republik. Ohne diese hätte das Plus 3,1 Prozent betragen.

Der größte Geschäftsbereich, Scharniersysteme, übertraf mit 572,5 Mio. Euro den Vorjahresumsatz (553,3 Mio. Euro) um 3,5 Prozent. Maßgeblich hierfür waren laut Edscha eine hohe Anzahl von Neuanläufen, darunter einige höherwertige integrierte Systeme, sowie die Expansion in Südamerika und in Asien, nicht zuletzt mit dem neuen chinesischen Joint Venture AEA.

Der Geschäftsbereich Cabrio-Dachsysteme erreichte mit 219,3 Mio. Euro und einem Plus von 16,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr (189,0 Mio. Euro) neue Dimensionen. Wesentlich hierfür waren die Dachsysteme für den BMW Z4 und den Smart Roadster, die erstmals für ein volles Geschäftsjahr zu Buche schlugen, sowie die Neuanläufe des Berichtsjahrs, BMW 6er Cabrio und Chrysler PT Cruiser Cabrio.

Eine zumindest temporäre Rückbesinnung der Autohersteller auf die Inhouse-Entwicklung, verzögerte und zurückgezogene Projektentscheidungen sowie der Wegfall hoher Durchlaufumsätze aus einem Großprojekt im Vorjahr ließen. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Fahrzeugentwicklung (IVM Automotive) brach um 27,9 Prozent auf 77,6 Millionen Euro (Vorjahr 107,7 Mio. Euro) ein. Edscha machte dafür die Rückbesinnung der Autohersteller auf die Inhouse-Entwicklung sowie den Wegfall hoher Durchlaufumsätze aus einem Großprojekt im Vorjahr verantwortlich.

Die Edscha Gruppe beschäftigte im Geschäftsjahr 2003/2004 durchschnittlich 6.900 Mitarbeiter; das entspricht einem Zuwachs von 6,7 Prozent oder 436 Mitarbeiter (Vorjahr 6.464 Mitarbeiter), vor allem auf Grund neuer Werke in China und Mexiko. Die Zahl der im Inland Beschäftigten fiel auf 2.985 oder 43 Prozent der Gesamtzahl von vormals 3.044 bzw. 47 Prozent.

Die Ergebnisgrößen der Edscha Gruppe für das Geschäftsjahr 2003/2004 sowie Einzelheiten zum Jahresabschluss und zum Ausblick will das Unternehmen auf der Bilanzpressekonferenz am 7. Oktober in Düsseldorf bekannt geben.