Suchen

Registrierungspflichtiger Artikel

Interview mit Uwe Ellinghaus Cadillac: „Die Leute zum Träumen bringen“

| Autor/ Redakteur: Jens Meiners / Thomas Günnel

Im Gespräch mit »Automobil Industrie« erläutert Cadillac-Marketingchef Uwe Ellinghaus die Ausrichtung der Marke, die Preispolitik, neue Modelle und wieso der Heckantrieb Markenstandard bleiben soll.

Firmen zum Thema

Uwe Ellinghaus ist Cadillac-Marketingchef. Im Gespräch mit »Automobil Industrie« erläutert er die nächsten Schritte der amerikanischen Automobilmarke.
Uwe Ellinghaus ist Cadillac-Marketingchef. Im Gespräch mit »Automobil Industrie« erläutert er die nächsten Schritte der amerikanischen Automobilmarke.
(Foto: Cadillac)

Wir mussten zunächst einmal Klarheit schaffen, wofür die Marke steht - und das dann übersetzen. Wir wollen nur noch Autos bauen, die echte Cadillacs sind. Dann haben wir eine Reihe von Portfolio-Entscheidungen getroffen; es geht um eine Investitionshöhe von zwölf Milliarden Dollar und um acht Fahrzeuge, bei denen es noch Freiräume in der Sequenz gab. Und schließlich haben wir die sieben Märkte, die relevant sind, auf einen gemeinsamen Nenner gebracht und von einem weltweit einheitlichen Auftritt überzeugt. Dann haben wir unseren neuen Slogan eingeführt: Dare greatly.

Was meinen Sie damit?

So richtig es war, genau die sportlichen Autos zu bauen, die BMW wegen seiner Volumenvorgaben nicht mehr bauen kann, so falsch war es, darauf unsere Marke aufzubauen. Mir war es wichtig, eine andere Richtung hineinzubringen, die ich als „contemporary American-Ness“ bezeichnen möchte. Klar, niemand will klotzige und massive Autos, aber es will auch niemand so langweilig sein wie die deutsche Konkurrenz. Unserer Marke fehlt noch die Relevanz. Wir können zwar Daten herunterrattern, Rundenzeiten auf dem Nürburgring, aber ich finde, das ist zu ingenieursgetrieben. Wir müssen die Leute zum Träumen bringen.