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Car-IT Car-to-X: Auto zu Auto zu Straße

| Autor / Redakteur: Jürgen Goroncy / Michael Ziegler

Seit Kurzem sind auf hessischen Straßen Fahrzeuge unterwegs, die sowohl miteinander als auch mit der Infrastruktur kommunizieren. Das Projekt Car-to-X könnte damit in naher Zukunft Teil des automobilen Alltags werden.

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Mit Car-to-X sollen sich Autos gegenseitig vor Hindernissen und Gefahren warnen.
Mit Car-to-X sollen sich Autos gegenseitig vor Hindernissen und Gefahren warnen.
(Daimler)

Ob Prevent und Invent, Predrive 2, Com 2 React oder Aktiv: Mehr als ein Dutzend nationaler und europäischer Projekte tragen bereits – oder in Zukunft – zur Entwicklung von Car-to-Car- und Car-to-Infrastruktur-Systemen bei. Eines der ersten großflächigen Projekte ist SIM-TD (Sichere Intelligente Mobilität – Testfeld Deutschland). Es ist der weltweit größte Feldversuch zur Car-to-Car- und Car-to-Infrastruktur-Kommunikation, wie das durchführende Konsortium angibt (Mitglieder sind alle deutschen Automobilhersteller, einige große Zulieferer, Forschungseinrichtungen, Hochschulen und öffentliche Gebietskörperschaften).

Von öffentlicher Seite, Verbänden und den Konsortiumsteilnehmern wird SIM-TD mit mehr als 70 Millionen Euro unterstützt. „Die entscheidende Forschungs- und Entwicklungsleistung von SIM-TD liegt in der Verknüpfung und Integration von Fahrzeug-, Kommunikations- und Verkehrstechniken zu einem ganzheitlichen System“, so Dr. Christian Weiß aus der Forschung und Vorentwicklung der Daimler AG und Projektleiter von SIM-TD.

Christian Weiß, Projektleiter von SIM-TD: „Die Car-to-X-Kommunikation macht Fahren sicherer, komfortabler und effizienter. Die Ergebnisse des SIM-TD-Projektes sind ein wichtiger Baustein für die Mobilität von morgen.“
Christian Weiß, Projektleiter von SIM-TD: „Die Car-to-X-Kommunikation macht Fahren sicherer, komfortabler und effizienter. Die Ergebnisse des SIM-TD-Projektes sind ein wichtiger Baustein für die Mobilität von morgen.“
(Daimler)

Die wesentlichen Strukturbestandteile

Die Systemarchitektur haben die Teilnehmer in den vergangenen drei Jahren entwickelt und spezifiziert. Wesentliche Komponenten sind die Vehicle Stations in den Fahrzeugen, die stationären Roadside Stations sowie die Versuchszentrale. Die Vehicle Stations bestehen aus einer Kommunikationseinheit (Funkverkehr nach außen und Positionsbestimmung des Fahrzeugs) und einer Applikationseinheit (Datenmanagement und Schnittstelle zum Fahrer).

Die Roadside Stations sind im Testgebiet (Stadt und Umland von Frankfurt am Main) entlang von Autobahnen, Landstraßen, Stadtstraßen und an Ampeln installiert. Dort kommunizieren sie mit den Testfahrzeugen (zum Beispiel spielen sie verkehrsrelevante Daten in die Fahrzeuge ein) und mit der Versuchszentrale. Letztere ist das eigentliche Backend-System von SIM-TD: Es stellt die erforderlichen Dienste bereit und wird von der Verkehrszentrale Hessen sowie der Gesamtleitzentrale der Stadt Frankfurt mit Informationen gespeist. Am Ende erstellt die Vehicle Station anhand aller Daten die Hinweise für den Fahrer.

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