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CES 2015: Es ist mehr Auto

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Zwischen Knight-Rider und Neil Young

BMW und Audi haben sogar eigene Pavillons in denen sie ihren Technologie-Wettstreit austragen. „Die beiden Jahrhunderterfindungen – Auto und Computer – rücken noch enger zusammen. Wir müssen die Mobilität der Zukunft noch intelligenter und noch vernetzter gestalten“, sagt VW-Chef Martin Winterkorn. Sogar der Zulieferer Bosch wagt einen großen Aufschlag in der Spielermetropole und hat das Original-Fahrzeug K.I.T.T. aus der 80er-Jahre-Serie Knight Rider mitgebracht, um der Idee vom autonomen Fahren etwas Pep zu verleihen. Auch Stars wie der Rapper Curtis „50 Cent” Jackson oder die Rock-Legende Neil Young pilgern in die Glitzer-Metropole.

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Volkswagen rockt die Insassen mit Bass-Shakern, die im Concept-Fahrzeug Golf R Touch die Musik in den Vordersitzen spürbar machen. Autos, die von Geisterhand gesteuert werden, sind nach wie vor eines der Hauptthemen auf der CES. Allerdings sind dieses Jahr auf der CES keine Quantensprünge zu erwarten. BMW versucht mit lasergesteuerten Rundumsensoren die Marktführerschaft beim autonomen Fahren zu behalten, die Ihnen Audi streitig macht. Die Ingolstädter haben das Showcar „Audi prologue piloted driving“ im Gepäck mit einem Hybrid-Antriebsstrang mit 687 PS im Gepäck.

Künstliche Intelligenz hält Einzug

Um die wachsende Anzahl der Assistenzsysteme koordinieren zu können, sind mittlerweile leistungsfähige Steuergeräte nötig, die eigentlich Computer sind. „Die Software bedient sich Methoden aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz. Der Computer wägt ab, wie es ein Mensch beim Autofahren tun würde und muss auf unterschiedliche Gegebenheiten passend reagieren. Da gibt es nicht nur schwarz oder weiß“, erklärt Martin Friedl, Projektleiter Valet Parking bei BMW das Geheimnis, warum sich das Auto durch den Parkplatzdschungel schlängelt.

Menschliches Verhalten vorhersagen

Doch nicht nur das Taktgeben ist eine Aufgabe, die die immer größer werdende Schar von Programmierern in München, Ingolstadt und Stuttgart-Untertürkheim beschäftigt, sondern auch das Vorhersagen des menschlichen Verhaltens. Nur so lässt sich das angestrebte autonome Fahren umsetzen. Schließlich soll der Lenker des Fahrzeugs auf Wunsch immer Herr des Geschehens sein. Damit die Sinne der Person hinter dem Steuer auch geschärft bleiben, soll der Fahrer mit gezielten Beschäftigungen konzentriert bleiben. Dazu gehört auch das bisher so verpönte Beantworten der E-Mails während der Fahrt. Aber auch kleine Erfindungen sollen das Leben der gestressten Autofahrer erleichtern. Nachdem Garmin schon ein Head-up-Display für Handys zum Nachrüsten auf den Markt hat, legt Sensedriver Technologies nach. Seine Variante des Klapp-HUD lässt sich per Sprachsteuerung bedienen und integriert die Daten des Smartphones per App.

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