China Market Insider China erlässt schärfere Datenschutzgesetze für Unternehmen

Autor / Redakteur: Henrik Bork* / Sven Prawitz

China zieht beim Datenschutz kräftig die Zügel an, auch in der Automobilindustrie. Für Hersteller wie Zulieferer in der Volksrepublik gibt es eine Reihe neuer Compliance-Regeln zu beachten.

Für den Umgang mit Daten gibt es in China bald strengere Vorgaben.
Für den Umgang mit Daten gibt es in China bald strengere Vorgaben.
(Bild: Deutsche Telekom)

Am 1. September tritt Chinas neues „Data Security Law“ (DSL) in Kraft, das strenge Auflagen für die Verarbeitung „wichtiger Daten“ einführt. Entsprechende Regeln für die Autoindustrie werden gerade schrittweise eingeführt, und GPS-Daten und von Sensoren auf Autodächern gesammelte Daten könnten künftig als „wichtige Daten“ eingestuft werden, berichten chinesische Medien. Welche Daten genau dazu gehören, wird in den kommenden Wochen und Monaten in „Katalogen“ für jede Industrie einzeln festgelegt, also auch für die Autoindustrie.

Eines der schärfsten Datenschutzgesetze der Erde.

Wall Street Journal

Am 1. Oktober werden zudem die neuen „Regeln für das Datensicherheits-Management in der Automobil-Industrie“ offiziell in Kraft treten. Viele Konzerne in China müssen daher gerade ihre Datenmanagement-Prozesse auf Compliance mit den neuen Gesetzen und Regeln hin untersuchen. Unter anderem erwartet China, dass bestimmte Daten nicht mehr auf Servern im Ausland, sondern innerhalb der Volksrepublik gespeichert werden.