China Market Insider Chinas Freihandelszone: Gefahr für den Produktionsstandort Deutschland?

Autor / Redakteur: Henrik Bork* / Lena Straßberger

Durch das Freihandelsabkommen RCEP steigt der Druck auf Lieferketten weiter. Japans Autoindustrie hat nun einen einfachen Zugang zum wichtigen chinesischen Markt.

Mit dem Format „China Market Insider“ berichtet »Automobil Industrie« regelmäßig über den chinesischen Automobilmarkt.
Mit dem Format „China Market Insider“ berichtet »Automobil Industrie« regelmäßig über den chinesischen Automobilmarkt.
(Bild: Deposit Photos)

Das neue asiatische Freihandelsabkommen RCEP wird Auswirkungen auf die Autoindustrie haben. Soviel lässt sich schon jetzt mit Sicherheit sagen. So werden japanische Autohersteller und Zulieferer klar davon profitieren. Auch Chinas Exporte von günstigen Fahrzeugen werden einfacher, vor allem nach Südostasien. Wer sonst zu den Gewinnern und Verlierern gehören wird, hängt von den jeweiligen regionalen und globalen Lieferketten ab und ist zurzeit – kurz nach der Unterzeichnung des Paktes – noch eher umstritten.

Vorteile vor allem für die Unterzeichner

China und vierzehn weitere Länder, vor allem in Asien, haben sich mit der Unterzeichnung der „Regional Comprehensive Economic Partnership“ (RCEP) zum größten Handelsblock der Erde zusammengeschlossen – größer sogar als die EU. In den Mitgliedsländern leben mit über zwei Milliarden Menschen fast ein Drittel der Weltbevölkerung, die knapp 30 Prozent der Weltwirtschaftsleistung erarbeiten. Die Handelszölle für mehr als 90 Prozent aller gehandelten Güter werden in dem Block abgeschafft, zum Teil sofort, zum Teil nach mehrjährigen Übergangsfristen.