China Market Insider Chinas kalter Winter setzt den E-Autos zu

Autor / Redakteur: Henrik Bork* / Lena Straßberger

Viele E-Autos haben mit den niedrigen Temperaturen Nordchinas zu kämpfen. Aufgrund stark geschrumpfter Reichweiten beschweren sich nun immer mehr Besitzer.

Mit dem Format „China Market Insider“ berichtet »Automobil Industrie« regelmäßig über den chinesischen Automobilmarkt.
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(Bild: Deposit Photos)

Kalt ist der Winter in China in diesem Jahr. Heiß ist dafür die Debatte über die plötzlich geschrumpften Reichweiten von E-Autos. Zum Beispiel Herr Liu in Peking. Sein Tesla Model 3 könne mit einer Batterieladung 400 Kilometer weit fahren, hatte man ihm beim Kauf gesagt. Jetzt im Winter aber komme er gerade mal 200 Kilometer weit, beschwerte er sich gegenüber der chinesischen Autozeitung Zhongguo Qiche Bao.

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Auch andere E-Autos, darunter Modelle der chinesischen Hersteller Nio, BYD und Wuling Hongguang, haben offensichtlich schwer mit den niedrigen Temperaturen zu kämpfen. In Peking ist das Thermometer in den vergangenen Tagen auf bis zu minus 20 Grad Celsius gefallen, Temperaturen zwischen Null und minus zehn Grad gab es in den vergangenen Wochen mehrfach. Es braucht aber offenbar gar keine extremen Ausschläge nach unten – schon bei rund null Grad fangen die Probleme an.