China Market Insider Chinesische Autohersteller erleben Boom von Plug-in-Hybriden

Autor / Redakteur: Henrik Bork* / Thomas Günnel

Plug-in Hybride verkaufen sich in China plötzlich wie verrückt und trotz langer Wartezeit: Alleine BYD hat seit Jahresbeginn mehr als 100.000 Stück verkauft. Ein Grund ist die große Gesamtreichweite der Fahrzeuge.

In China sind die Verkaufszahlen für Plug-in-Hybride stark gestiegen. Ausländische Hersteller sind daran kaum beteiligt.
In China sind die Verkaufszahlen für Plug-in-Hybride stark gestiegen. Ausländische Hersteller sind daran kaum beteiligt.
(Bild: Volkswagen)

Im Mai dieses Jahres verkaufte der Autohersteller BYD laut Medienberichten 13.000 Plug-in-Autos; über viermal mehr als im Vormonat. Es handelt sich bei diesen Zahlen nicht bloß um einen monatlichen „Ausrutscher“: Seit BYD im Januar drei neue Hybrid-Modelle auf den Markt gebracht hat, sind bereits mehr als 100.000 Stück davon verkauft worden, obwohl die Lieferzeit Medienberichten zufolge bis zu vier Monate betragen kann. Das sind in etwa so viele PHEV wie in ganz Deutschland bis Ende vergangenen Jahres insgesamt zugelassen worden sind – hier aber wohlgemerkt von einem einzigen chinesischen Hersteller.

Chinas Autokäufer sind nun also offensichtlich bereit, der Hybrid-Technik eine echte Chance zu geben. Während viele Konsumenten bei reinen E-Autos noch immer von „Reichweiten-Angst“ geplagt werden – weil das Ladesäulen-Netz vor allem auf dem Land noch immer eher lückenhaft ist – gibt es diese Sorge bei Hybriden mit Elektro- und Ottomotor nicht.