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Wirtschaft Chinesischer BMW-Partner Brilliance kämpft mit Zahlungsschwierigkeiten

Autor / Redakteur: dpa / Jens Scheiner

Die finanzielle Lage bei BMWs chinesischem Joint-Venture-Partner Brilliance ist schon seit längerem angespannt. Nun spitzt sich die Lage zu.

Der chinesische Joint-Venture-Partner Brilliance ist in Zahlungsschwierigkeiten.
Der chinesische Joint-Venture-Partner Brilliance ist in Zahlungsschwierigkeiten.
(Bild: BMW)

Eine Partnerfirma von BMW in China hat mit Zahlungsschwierigkeiten zu kämpfen. Wie aus einer an der Schanghaier Börse veröffentlichten Mitteilung hervorging, konnte der Autokonzern Brilliance eine am vergangenen Freitag (23. Oktober) fällig gewordene Unternehmensanleihe im Wert von einer Milliarde Yuan und 53 Millionen Yuan an Zinsen (zusammen etwa 130 Millionen Euro) nicht rechtzeitig zurückzahlen.

Man arbeite noch immer hart daran, die notwendigen Mittel aufzunehmen und befinde sich in Verhandlungen mit Investoren, hieß es in einer weiteren Börsen-Mitteilung, die auf Montag (26. Oktober) datiert war.

Brilliance: Abhängig von BMW

Die finanziell angespannte Lage bei Brilliance ist schon länger bekannt. So berichtet das chinesische Wirtschaftsmagazin Caixin, dass die Staatsfirma bis Ende Juni auf einem Schuldenberg von 130 Milliarden Yuan (ca. 17 Milliarden Euro) saß.

Brilliance und BMW bauen in einem Joint Venture gemeinsam Autos der Marke BMW für den chinesischen Markt. Die erfolgreiche Gemeinschaftsfirma trug laut Angaben von Caixin zuletzt 90 Prozent des Umsatzes von Brilliance.

Vor zwei Jahren hatte BMW angekündigt, seinen Anteil am Gemeinschaftsunternehmen mit Brilliance bis 2022 von 50 auf 75 Prozent erhöhen zu wollen. Die Zahlungsschwierigkeiten des chinesischen Partners wollte ein BMW-Sprecher in Peking am Montag nicht kommentieren.

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