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Zulieferer Chinesisches Unternehmen will Osram kaufen

| Redakteur: Sebastian Gerstl

Seit Wochen kursieren Übernahme-Spekulationen bei Osram, nach denen ein chinesischer Konzern das Unternehmen kaufen will. Laut einem Bericht der „Wirtschaftswoche“ scheinen diese Spekulationen zu stimmen.

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Der Osram-Firmenhauptsitz in München. Der chinesische Konzern San'an Optoelectronics will ein Übernahmeangebot vorlegen.
Der Osram-Firmenhauptsitz in München. Der chinesische Konzern San'an Optoelectronics will ein Übernahmeangebot vorlegen.
(Bild: Osram/Robert Pupeter)

Der chinesische Halbleiterkonzern San'an Optoelectronics will Osram übernehmen. Bis Mitte des Monats wolle das Unternehmen ein „qualifiziertes Angebot“ für die Übernahme des Münchner Lichtkonzerns vorlegen. Das berichtet die Onlineausgabe der „Wirtschaftswoche“ heute (6. Oktober) unter Berufung auf Verhandlungskreise. Der Preis läge demnach bei etwa 70 Euro pro Aktie. Am Mittwoch notierte das Papier zu Börsenschluss bei knapp 54 Euro.

Osram wollte sich dazu auf Anfrage des Magazins nicht äußern. San'an war wegen der Feiertage in China für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Im Juli hatte Osram sein Geschäft mit Leuchtstoffröhren, Glühbirnen und Energiesparlampen an einen chinesischen Investor verkauft. Anfang September wurde bekannt, dass der Elektrokonzern Siemens-Kreisen zufolge den Verkauf seiner verbleibenden Osram-Aktien nach China prüft. Einer der möglichen Käufer des rund 17-prozentigen Anteils an der ehemaligen Lichttochter sei der chinesische Investor GSR Go Scale Capital, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg zu dem Zeitpunkt.

LED-Chipfabrik in Malaysia geplant

Osram hatte erst Anfang des Jahres sein traditionelles Lampengeschäft in ein separates Unternehmen (LEDvance) ausgegliedert und schließlich Ende Juli an das chinesische Konsortium MLS verkauft. Noch Anfang September kündigte Osram-Chef Olaf Berlien an, dass das Unternehmen derzeit prüfe, größere Investitionen in seinen Regensburger Standort sowie auf dem chinesischen Festland in Wuxi vorzunehmen. Im Herbst vergangenes Jahres hatte der Konzern den Aufbau einer neuen LED-Chipfabrik in Malaysia für insgesamt eine Milliarde Euro bis 2020 angekündigt.

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