Markenausblick Citroën kehrt in die Oberklasse zurück

Quelle: sp-x

Mit dem Crossover C5 X nehmen die Franzosen wieder einen Platz in der Oberklasse ein. Außerdem soll die Elektrifizierung ab dem nächsten Jahr Fahrt aufnehmen: Dann kommt der C3 in der vierten Generation auch in der Elektroversion.

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Ab dem Frühjahr plant Citroen mit dem C5 X die Rückkehr ins D-Segment.
Ab dem Frühjahr plant Citroen mit dem C5 X die Rückkehr ins D-Segment.
(Bild: Citroën)

Es ist lange her, dass Citroën wie selbstverständlich mit einer gediegenen Reiselimousine in der automobilen Oberklasse mitmischte. Letzter Vertreter dieses Segments war bis Ende 2012 in Europa der knapp fünf Meter lange C6, unter dessen Haube häufig sogar ein Sechszylinder säuselte. Kein Wunder, dass auch Frankreichs Politik und Wirtschaft sich gern in diesem Flaggschiff von Citroën chauffieren ließ.

Ob diese Ehre auch dem C5 X zuteil wird, mit dem die Franzosen ab dem Frühjahr die Rückkehr ins D-Segment planen, oder Präsident Emmanuel Macron dieses Modell gar zu seinem nächsten Dienstwagen wählt, bleibt abzuwarten. Abgeneigt wäre Citroën gewiss nicht.

C5 X als Plug-in-Hybrid und Benziner

Auch der C5 X ist traditionell keine klassische Stufenhecklimousine, sondern geht – dafür steht das X – in Richtung Crossover, einem Mix aus höhergelegtem Coupé und Kombi. Schließlich gehört neben viel Komfort stets ein gewisses Maß an Funktionalität zu den Kernwerten der Marke. Über die Heckklappe lassen sich bis zu 1.640 Liter in den C5 X laden.

Den vorerst stärksten Antrieb bildet ein Plug-in-Hybrid mit 225 PS und 50 Kilometer elektrischer Reichweite. Eine Performance-Variante mit 360 PS, wie sie im Peugeot 508 und DS9 zum Einsatz kommt, dürfte folgen. Als Einstiegmotorisierung dient ein 1,6-Liter-Benziner mit 130 oder 180 PS. Der Dieselmotor hat ausgedient. Noch vor wenigen Jahren wäre dies in einem französischen Oberklasse-Fahrzeug undenkbar gewesen.

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Weiteres Karosseriekonzept soll folgen

Gebaut wird der C5 X ausschließlich in China. Es ist das erste Mal, dass Citroën von dort ein Modell nach Europa exportiert. Dass der C5 überhaupt sein „X“ tragen darf, war ein glückliche Fügung. Die Ziffer eins bis neun in Verbindung mit einem X hatte sich bereits BMW gesichert. Weil aber die Bayern ein XM – so hieß eine Citroën-Limousine in den Neunzigerjahren – für ihr neues Power-SUV benötigten, einigte man sich schließlich auf den Deal: Ich kriege Deines, Du kriegst meines.

Mit dem derzeitigen C4 beweist Citroën auch in der Kompaktklasse seinen individuellen Stil. Angeblich will man noch in diesem Jahr ein weiteres Karosseriekonzept vorstellen. Es soll sich dabei, ähnlich dem C5 X, ebenfalls um eine Art Cross-Kombi handeln. Mögliche Modellbezeichnung: C4 X.

C5 Aircross mit Facelift und C3 in vierter Generation

Ein Facelift erhält im Sommer der C5 Aircross. Vorgesehen sind unter anderem eine neue Front und ein neues Heck sowie ein größerer Touchscreen. Das muss an Auffrischung reichen, bis Anfang 2024 die Nachfolgegeneration an den Start geht. Sie wird auf der neuen STLA-Medium-Plattform von Stellantis stehen und nur noch mit batterieelektrischem Antrieb erhältlich sein.

Für 2023 steht der nächste C3 auf dem Programm. Er ist Citroën Bestseller. Allein von der jetzigen, dritten Generation wurden über eine Million Einheiten verkauft. In vierter Generation wird der C3 dann als eines der letzten Modelle im Konzern auf der CMP-Architektur stehen und damit auch als Elektrovariante erhältlich sein, analog zu Opel Corsa und Peugeot 208. Basisantrieb im C3 bleibt ein Dreizylinder-Benziner, der Diesel ist Geschichte. Im Jahr darauf dürfte als trendiges Mini-SUV dann mit identischer Antriebstechnik der C3 Aircross folgen.

Lieferwagen Jumpy mit Brennstoffzellen-Antrieb

Abgesehen vom Leichtkraftfahrzeug Ami wird Citroën unterhalb vom C3 kein City-Car mehr positionieren. Der C1, wie er über viele Jahre in Kooperation mit Peugeot (108) und Toyota (Aygo) vom Band lief, ist Geschichte. Produktion und der hohe technische Aufwand, um die Emissionsgrenzwerte Euro 7 einzuhalten, lassen keine akzeptable Gewinnmarge mehr zu.

Sehr engagiert legt Citroën den Schalter bei den Hochdachkombis und den Vans um. Berlingo und Space Tourer sind ab sofort nur elektrisch erhältlich, zumindest in der Familienvariante. Die gewerblichen Versionen können bis auf weiteres noch mit Benziner und Diesel bestellt werden. Sogar auf Wasserstoff setzt Citroën. Den 1-Tonner-Lieferwagen Jumpy gibt es alternativ – vorerst nur für Flottenkunden – auch mit Brennstoffzellen-/Wasserstoff-Antrieb.

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