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Leichtbau-E-Auto Colibri mit Magnesium-Rahmen

| Redakteur: Bernd Otterbach

Die Innovative Mobility Automobile GmbH entwickelt zusammen mit sechs mittelständischen Partnern das batteriebetriebene Einpersonen-Fahrzeug „Colibri“. Ein Magnesiumrahmen soll einen konsequenten Leichtbau ermöglichen. Bis Ende 2012 soll der erste zulassungsfähige Demonstrator über die Teststrecke rollen.

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Der Elektro-Einsitzer werde nur 280 Kilogramm wiegen, teilte das Jenaer Unternehmen am Dienstag mit. Zudem sei es sicher und komfortabel. Das Forschungsvorhaben startete am 1. September 2011 und hat eine Laufzeit von zwei Jahren. „Eine der größten Herausforderungen besteht darin, das Gewicht der Elektrofahrzeuge zu reduzieren, ohne dabei auf Sicherheit und Komfort zu verzichten“, sagte Thomas delos Santos, Geschäftsführer von Innovative Mobility. Das Colibri-Konzept hat einen Leichtbaurahmen auf Magnesium-Basis, mit dessen Hilfe die Jenaer den Energiehunger bisheriger E-Mobile eingedämmen wollen. Mit indirekt 22 Gramm CO2-Austoß wird der Elektro-Einsitzer laut der Entwickler 75 Prozent weniger emittieren als das heute effizienteste Fahrzeug.

Der Colibri hat eine Länge von 2,60 Meter Länge, ist 1,05 Meter breit und 1,30 Meter hoch. Das Kofferaumvolumen liegt bei 240 Liter. Die Reichweite des Colibri soll über 100 Kilometer betragen ((weitere technische Spezifikationen)). Das Entwickler-Konsortium erwartet, dass der Colibri im Vergleich zu durchschnittlichen Kleinstwagen nur etwa 60 Prozent der üblichen Mobilitätskosten verursachen wird.

Sieben mittelständische Partner

Partner in dem Projekt sind die B&W Fahrzeugenwicklung GmbH für Ingenieurdienstleistungen, die CPM Compact Power Motors GmbH für die Motorenherstellung, die Altair Engineering GmbH für Crashoptimierung, die Lätzsch GmbH Kunststoffverarbeitung für die Außenverkleidung, die Stolfig GmbH für den Magnesiumrahmen sowie die TU Chemnitz für Strukturleichtbau im Interieur. Innovative Mobility trägt die Gesamtverantwortung und übernimmt das Projektmanagement.

Das Projekt wird mit 2,8 Millionen Euro aus dem Förderprogramm „STROM“ des Bundesforschungsministeriums gefördert. 750.000 Euro Investitionen stammen von der Erfurter Beteiligungsmanagement Thüringen GmbH und dem Konsortium um die Münchener Bamboo Ventures GmbH.

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