Unternehmenszentrale Conti bleibt Hannover treu

Redakteur: Christian Otto

Der Zulieferer hat sich für die alte Heimat entscheiden. Allerdings wird die neue Zentrale an andere Stelle in der Stadt entstehen. Ab 2020 soll die Hauptverwaltung von einem neuen Campus aus arbeiten.

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Die Continental-Fahnen sollen ab 2020 vor einer neuen Hauptverwaltung wehen. Diese wird aber auch in Hannover sein.
Die Continental-Fahnen sollen ab 2020 vor einer neuen Hauptverwaltung wehen. Diese wird aber auch in Hannover sein.
(Bild: Continental)

Continental favorisiert dabei die Lage am Pferdeturm in Hannover als Standort für seinen künftigen Hauptsitz. Dazu habe das Unternehmen laut eigener Angaben jetzt mit der Stadt Hannover konkrete Detailverhandlungen aufgenommen. Es geht dabei um den möglichen Erwerb zweier Flächen nördlich und südlich der Hans-Böckler-Allee. Die beiden Grundstücke verfügen zusammen über eine Gesamtgröße von rund 37.600 Quadratmetern. Sie sollen im Falle einer dortigen Ansiedlung baulich miteinander verbunden werden.

Neben dem Verbleib in Hannover stand auch ein Wechsel in die Stadt Garbsen im Raum. Garbsen liegt im Speckgürtel der niedersächsischen Landeshauptstadt und hätte durch die Verlagerung der Firmenzentrale eine enorme Aufwertung erfahren. Doch letztleich erhilt Hannover den Zuschlag.

Campus-Form für Kommunikation

Continental-Vorstandsvorsitzende Dr. Elmar Degenhart erklärt, was für den neuen Standort geplant ist: „Wir beabsichtigen, dort mit unserer neuen Hauptverwaltung ein modernes, für die Stadt und unser Unternehmen markantes und die Kommunikation förderndes Bauwerk in Form eines Campus zu errichten. Gleichzeitig verfügen wir dort über ausreichend Reservefläche und damit über weiteres Entwicklungspotenzial für die Zukunft.“

Und der Conti-Chef rechtfertigte die Wahl: „Die Entscheidung für Hannover haben wir nach intensiver Abwägung aller Vor- und Nachteile entlang wichtiger Kriterien wie Kosten, Verkehrsanbindung und Verwaltungsunterstützung gefällt. Hierbei lagen die Grundstücke in beiden Städten nahezu gleichauf“, sagte Degenhart. Entscheidend für den Zuschlag sei letztlich die höhere Planungssicherheit im Falle von Hannover gewesen.

Zweistelliger Millionen-Betrag als Invest

Diese Alternative soll jetzt durch weitere Verhandlungen erhärtet werden. Die wichtigen Themen dafür wurden von Continental und der Stadt vorab in einer gemeinsamen Absichtserklärung schriftlich fixiert. Gegenstand der kommenden Gespräche sind demnach unter anderem die Verkehrsanbindung, die Unterstützung bei der Durchführung eines Architektenwettbewerbs, die Gestaltung einer innovativen Straßenüberbauung zur Verbindung der beiden Grundstücksflächen, ein verbindlicher Zeitplan und die konkrete Projektdurchführung.

Die Verhandlungen sollen vor Jahresende abgeschlossen werden. Der Eigentumsübergang ist im ersten Quartal 2017 vorgesehen. Der Einzug in die neue Hauptverwaltung ist für 2020 geplant. Das Technologieunternehmen rechnet für das Gesamtprojekt, das heißt Grundstück, Gebäude, Innenraumkonzept etc., mit einer Eigeninvestition im hohen zweistelligen Millionen-Bereich.

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