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Elektromobilität

Conti: Entscheidung über Batteriezellfabrik erst nach 2020

| Autor/ Redakteur: dpa / Sven Prawitz

Wenn es nach Bundeswirtschaftsminister Altmaier geht, steht in Deutschland bis 2021 eine Batteriezellfabrik. Continental-Chef Degenhart hält den Zeitplan für zu ambitioniert und warnt vor hohen Verlusten bei einer verfrühten Entscheidung.

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Continental-Hauptverwaltung in Hannover.
Continental-Hauptverwaltung in Hannover.
( Bild: Continental )

Die von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in Aussicht gestellte Subvention einer Batteriezellfabrik in Deutschland ist für den Automobilzulieferer Continental irrelevant. „Wir müssen eine Entscheidung treffen, und die machen wir nicht abhängig von irgendwelchen Fördergeldern“, sagte Conti-Chef Elmar Degenhart am Dienstagabend (20. November) vor Journalisten in Frankfurt.

Altmaier will den Bau von Batteriezellfabriken in Deutschland bis zum Jahr 2021 mit rund einer Milliarde Euro anschieben. Der Politiker rechnet im ersten Quartal 2019 mit konkreten Investitionsentscheidungen vor allem von Konsortien.

Keine kurzfristige Entscheidung über Milliardeninvestitionen

Continental will dagegen erst nach 2020 entscheiden, wie es in der Frage weitergeht. Dann sei auch besser absehbar, ob künftige, deutlich effizientere Technologien wie die Feststoffbatterie der richtige Weg sind, so Degenhart. Timing sei bei der Entscheidung extrem wichtig. „Wer zu früh zu viel investiert, der wird Milliarden verbrennen. Wenn sie den richtigen Zeitpunkt verpassen, dann werden sie den Markt verlieren.“ Die Abschätzung der damit verbundenen Risiken sei nicht in sechs Monaten zu machen.

Entscheiden für eine Investition sei laut dem Conti-Chef, ob sich dadurch eine „attraktive Rendite darstellen“ lasse. Laut Degenhardt braucht es für die derzeit absehbar nötige Fertigungskapazität bis 2025 weltweit Investitionen von 80 Milliarden US-Dollar. Eine der vielen benötigten Gigafabriken für die Zellherstellung koste drei bis vier Milliarden Dollar. Falsche Entscheidungen müssten nachfolgende Manager dann nicht nur den Aktionären, sondern auch den Beschäftigten erklären.

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