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Continental Conti plant massive Kapitalerhöhung

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Der Autozulieferer Continental will sich von seinen Aktionären die Möglichkeit einer Kapitalerhöhung um bis zu 50 Prozent genehmigen lassen.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Der Autozulieferer Continental will sich von seinen Aktionären die Möglichkeit einer Kapitalerhöhung um bis zu 50 Prozent genehmigen lassen. Einen vergleichbaren Beschluss hatten die Aktionäre erst im vergangenen Mai überraschend abgelehnt. Conti wolle auch künftig durch Zukäufe von Unternehmen wachsen, begründete das Unternehmen die Wiedervorlage des Antrags.

"Vor dem Hintergrund der verfolgten Wachstumsstrategie muss das Unternehmen jederzeit über die zur Umsetzung der Strategie notwendigen Instrumente zur Kapitalbeschaffung verfügen", hieß es in der Einladung zu dem Aktionärstreffen am Dienstag in Hannover. Zudem wolle sich Conti die Möglichkeit eröffnen, für Zukäufe und Beteiligungen neben einer Barzahlung auch eigene Aktien anzubieten. Es handle sich hierbei aber um einen reinen Vorratsbeschluss, sagte ein Conti-Sprecher.

73 Millionen neue Aktien

Das nun vorgeschlagene genehmigte Kapital von 187,5 Millionen Euro würde etwa 73 Millionen neuen Aktien entsprechen und könnte bei derzeitigem Börsenkurs mehr als 7,4 Milliarden Euro in die Conti-Kassen spülen. Zuletzt hatte Conti-Chef Manfred Wennemer wiederholt Interesse an der Siemens -Autozuliefersparte angemeldet. Siemens will bis zu 49 Prozent der Sparte an die Börse bringen, an der industriellen Führerschaft aber festhalten.

Gescheiterte Übernahmen

Mitte April hatte Conti zudem die Mehrheit beim slowakischen Reifenhersteller Matador Rubber übernommen. Die Pläne zum Erwerb der Goodyear-Sparte Engineered Products war dagegen im März ebenso gescheitert wie zuvor die Gespräche mit dem russische-niederländischen Reifenhersteller Amtel-Vredestein.