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Continental Conti steuert auf Rekordkurs

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Ein Jahr nach der Rückkehr in die Börsen-Bundesliga DAX sieht sich der Autozulieferer Continental weiterhin auf Rekordfahrt.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Ein Jahr nach der Rückkehr in die Börsen-Bundesliga DAX sieht sich der Autozulieferer Continental weiterhin auf Rekordfahrt. Er gehe davon aus, dass 2005 "sicherlich nicht schlechter als 2004 sein wird", sagte Konzernchef Manfred Wennemer am Mittwoch, 22.09., in Hannover vor der IAA Nutzfahrzeuge. Bei Nutzfahrzeugreifen will Conti den Abstand zu Weltmarktführer Michelin verringern.

Wennemer bekräftigte, Conti werde 2004 trotz Sonderbelastungen in Höhe von 120 Millionen Euro für die Schließung der Reifenproduktion im US-Werk Mayfield das operative Vorjahresergebnis übertreffen. "Die Daten aus Juli und August bestätigen, dass wir trotz der nach wie vor weltweit eher durchwachsenen Automobilkonjunktur auf Zielkurs sind." 2003 lag das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beim Rekordwert von 855 Millionen Euro. Das EBIT ist für Conti die zentrale Kennziffer.

Auch der Umsatz werde sich 2004 "signifikant" verbessern, sagte Wennemer. 2003 betrug der Umsatz 11,5 Milliarden Euro - auch dies ein Rekordniveau. Die Dividende an die Aktionäre für das Geschäftsjahr 2004 werde im nächsten Jahr wohl mindestens den Wert des Vorjahres (0,52 Euro) haben. Wennemer zog ein Jahr nach dem DAX-Comeback eine positive Zwischenbilanz. Der Aktienkurs sei seit dem 22. September 2003 um mehr als 80 Prozent gestiegen.

Bei Nutzfahrzeugreifen strebt Continental 2004 mit rund 6,3 Millionen produzierten Einheiten einen Produktionsrekord an (2003: 6,0 Mio). Möglich werde dies durch neue Kapazitäten am slowakischen Standort Puchov sowie in Malaysia. "Wir produzieren an der Kapazitätsgrenze und fertigen jeden Reifen, der realisierbar ist", sagte das zuständige Conti-Vorstandsmitglied Hans-Joachim Nikolin. Die Märkte hätten sich in diesem Jahr aus einer Talsohle heraus positiv entwickelt. Noch sei aber unsicher, ob die Unternehmen in Mehrkapazität oder nur in überfälligen notwendigen Ersatz investierten.

Um den Abstand bei Nutzfahrzeugreifen zu Marktführer Michelin zu verringern, seien Investitionen an den Niedrigkoststandorten Brasilien und Malaysia wichtig. Von dort sollen künftig Reifen in die USA exportiert werden. Wegen des starken Euro sei es zu teuer, Reifen etwa aus Deutschland in die USA zu liefern. Für Reifenwerke in Deutschland sei daher eine Anpassung der Kapazitäten denkbar, sagte Nikolin. Generell brauche Conti mehr Flexibilität und noch niedrigere Kosten. Erst am Dienstag hatte Conti mitgeteilt, das Unternehmen wolle mit dem chinesischen Reifenhersteller Doublestar ein Joint Venture zur Fertigungvon Lkw-Reifen gründen.