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Automobilzulieferer Conti und TU Chemnitz weihen Brennstoffzellenlabor ein

| Redakteur: Maximiliane Reichhardt

Im Rahmen der Partnerschaft mit der TU Chemnitz hat Continental sein neues Brennstoffzellenlabor auf dem TU-Campus eingeweiht. Erste Messaufgaben zu Werkstoffprojekten sind eigenen Angaben zufolge bereits in Gange.

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Herz des neuen Brennstoffzellenlabors ist ein Hochleistungsprüfstand zum dauerhaften Test von Antriebsleistungen bis zu 150 Kilowatt.
Herz des neuen Brennstoffzellenlabors ist ein Hochleistungsprüfstand zum dauerhaften Test von Antriebsleistungen bis zu 150 Kilowatt.
(Bild: Continental )

Der Automobilzulieferer Continental, Division Powertrain, baut den Bereich Brennstoffzellentechnologie weiter aus. Im Rahmen einer Kooperation mit der Technischen Universität Chemnitz wurde gestern (17. Juli) das neu eingerichtete Lenlabor für Brennstoffzellentechnologie eingeweiht. Bereits im Februar ist mit der Aufstellung eines großen Wasserstofftanks (H2-Tank) eine zentrale Voraussetzung für Messaufgaben geschaffen worden.

„Herz der neuen Anlage ist ein Hochleistungsprüfstand zum dauerhaften Test von Antriebsleistungen bis zu 150 Kilowatt. Zukünftig besteht außerdem die Option, den Prüfstand bis auf 300 Kilowatt umzurüsten. Damit werden an der TU Chemnitz die Grundlagen für die Entwicklung von Brennstoffzellen und Brennstoffzellensystemen der nächsten Generation gelegt“, so Thomas von Unwerth, Inhaber der Professur „Alternative Fahrzeugantriebe“ (ALF) an der TU. Im Sinne des Netzwerkgedankens sollen auch Drittfirmen das Labor nutzen können.

Elektroantriebe mit Brennstoffzelle werden als wichtige Option vor allem für größere Fahrzeuge und Nutzfahrzeuge mit hoher Reichweite erwartet. Um die Leistungsfähigkeit der Brennstoffzelle unter verschiedenen Bedingungen zu testen, sei der neue Prüfstand in der Lage, wechselnde Umweltbedingungen und Auslastungen zu simulieren, was für die Einschätzung der Leistungsfähigkeit einer Wasserstoffbrennstoffzelle notwendig ist. Die Tests erfolgen bei verschiedenen Temperaturen, Druckverhältnissen und Luftfeuchtigkeiten sowie mit Simulation verschiedener Belastungen, wie Fahrten im Gebirge oder mit zusätzlichem Gewicht. Erste Messaufgaben im Rahmen von Forschungsprojekten rund um innovative Werkstoffe für Brennstoffzellen laufen bereits und sollen Grundlagen für die Serienfertigung schaffen.

Die ersten Projekte

Brennstoffzellenantriebe haben heute noch mit dem Thema Kosten zu kämpfen. Deshalb widmet sich eines der ersten beiden Continental-Projekte im Brennstoffzellenlabor der Entwicklung neuer sogenannter Bipolarplatten. Diese metallischen Platten sind ein zentraler Teil des Brennstoffzellenstapels (Stack). Sie verteilen die Gase und leiten den bei ihrer Reaktion entstehenden Strom ab. Außerdem sollen in einem zweiten Projekt Steuergeräte und Steuer-Algorithmen für den effizienten Betrieb von Brennstoffzellen entwickelt werden.

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