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Smart Cities Continental investiert in Datenplattform

| Redakteur: Sven Prawitz

Continental kooperiert mit dem Urban Software Institute. Mit den Informationen aus der „UrbanPulse“-Datenplattform will Conti sein „eHorizon“ genanntes Softwarekonzept weiterentwickeln.

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Das Unternehmen Urban Software Institute hat seinen Sitz in Chemnitz.
Das Unternehmen Urban Software Institute hat seinen Sitz in Chemnitz.
(Bild: Urban Software Institute)

Der Automobilzulieferer Continental kooperiert mit dem Unternehmen Urban Software Institute. Damit übernimmt das Unternehmen auch den Beiratssitz für automobile Anwendungen und wird automotive Partner, um insbesondere die Themen rund um „Infrastrukturdaten für Fahrzeuge“ zu adressieren. Mit dieser Zusammenarbeit will Conti nach eigenen Angaben die Entwicklung hin zur sogenannten „Smart City“ und intelligenten Transportsystemen mitgestalten.

Das Urban Software Institute wurde im Jahr 2012 mit dem Ziel gegründet, Städte rund um den Globus bei der Digitalisierung zu unterstützen. Mit „[ui!] UrbanPulse“ hat das Software-Unternehmen eine offene Datenplattform speziell für Städte und Kommunen entwickelt. Diese soll Daten aus den unterschiedlichen Infrastrukturen einer Stadt sammeln und aggregieren.

Fahrzeugschwarm wird zum Stadtplaner

Eine konkrete Anwendung aus vernetzter Stadt und vernetztem Fahrzeug sieht Conti in der Weiterentwicklung seines „eHorizon“. Mit diesem werden Fahrzeuge sowohl zum Empfänger als auch zum Sender anonymer Verkehrsdaten. So können Autofahrer, aber auch die Fahrzeugelektronik direkt von aktuellen Verkehrs- oder Ampeldaten profitieren. Ein erstes Testprojekt bei dem live Ampeldaten für Autofahrer zur Verfügung gestellt werden läuft mit dem Urban Software Institute bereits im hessischen Darmstadt.

Umgekehrt können einzelne Fahrzeuge und vor allem Fahrzeuge im Schwarm auch zu wichtigen Datenlieferanten für die Stadt selbst werden. Allein anonyme Daten wie Position und Durchschnittsgeschwindigkeit können Städten helfen, die Ampelschaltungen in Echtzeit zu optimieren. Damit lässt sich der Verkehrsfluss in Stoßzeiten verbessern und Einsatzfahrzeugen kann so geholfen werden, noch schneller ans Ziel zu kommen. Detaillierte statistische Daten zu Verkehrsströmen können Stadtplaner sogar dabei unterstützen, Bedarfe für Verkehrsstraßen, Gewerbe- oder Wohngebiete festzustellen und diese optimal zu planen.

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