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Bedienkonzepte Continental nutzt Fingergesten als Eingabeform

Redakteur: Christian Otto

Continental kombiniert die Gesteninteraktion mit Touchoberflächen. Durch das Zeichnen von festgelegten Symbolen startet der Fahrer so Funktionen und ist weniger abgelenkt.

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Mit zwei Fingern lassen sich in dem Continental-System Gesten auf den Touchscreen zeichnen und somit Funktionen über Schnellzugriff auslösen.
Mit zwei Fingern lassen sich in dem Continental-System Gesten auf den Touchscreen zeichnen und somit Funktionen über Schnellzugriff auslösen.
(Bild: Continental)

Damit sich Fahrer und Fahrzeug zukünftig noch besser und ohne Worte verstehen, hat Continental komfortable Touchgesten für das Cockpit entwickelt. Dank der Kombination aus Elementen der Gesteninteraktion und Touchoberfläche kann der Fahrer bestimmte festgelegte Symbole auf das Eingabedisplay zeichnen, um verschiedenste Funktionen unmittelbar als Schnellzugriff auszulösen.

„Sowohl Gesten als auch die Systemsteuerung durch haptische Methoden ermöglichen eine schnellere Bedienung als klassische Bedienkonzepte mit Knöpfen und Schaltern. Trotzdem birgt beides Ablenkungspotenzial. Durch die Verbindung beider Elemente reduzieren wir deshalb die Fahrerablenkung im Vergleich zur herkömmlichen Bedienung eines Touchbildschirms deutlich“, erklärt Dr. Heinz Abel, Leiter Cross Product Solutions der Geschäftseinheit Instrumentation & Driver HMI bei Continental.

Sobald die Displayoberfläche mit zwei Fingern berührt wird, startet die Interaktion per Touchgesten. Zusätzliche Schritte wie das Aktivieren eines Handschrift-Modus sind nicht nötig. Dann kann der Fahrer beispielsweise mit zwei Fingern ein Herz-Symbol auf das Eingabedisplay zeichnen, um einen favorisierten Kontakt anzurufen, während mit einem symbolisierten Hausdach die Navigation zur Heimadresse startet. Und mit einem gezeichneten Kreis schaltet der Fahrer bereits auf dem Nachhauseweg die Klimatisierung in der eigenen Wohnung ein.

Verringerte Bedienzeit

„Wichtig für die Akzeptanz solcher Konzepte ist, dass intuitive Gesten verwendet werden können und nicht extra erlernt werden müssen. Gleichzeitig sollten die Gesten ablenkungsfrei gehandhabt werden können und leicht zu merken sein. Beides ist uns gelungen, wie aktuelle interne Nutzerstudien zeigen“, so Dr. Abel. Eine Laborstudie von Continental ergab unter anderem, dass sich bei der Bedienung mit den Zweifinger-Gesten die Bedienzeit um etwa ein Drittel verringerte. Ein weiteres Ergebnis war die Reduzierung der mentalen Beanspruchung während des Bedienvorganges auf ein Viertel im Vergleich zur Einfinger-Bedienung.

Tatsächlich können die Zweifinger-Touchgesten laut Continental nahezu ohne Blickzuwendung auf der gesamten berührungsempfindlichen Oberfläche des Eingabedisplays ausgeführt werden, was eine intuitive und nutzerfreundliche Bedienung ermöglichen soll. Gleichzeitig erweitert das Konzept den bisherigen Mensch-Maschine-Dialog um die Möglichkeit, Favoriten anzulegen, die direkt über die erste Menüebene angesteuert werden können.

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