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Connectivity Continental präsentiert Road Database

Redakteur: Jens Scheiner

Continental Intelligent Transportation Systems (ITS) zeigt mit seiner Road Database eine Lösung, um Fahrerassistenzsysteme mit präzisen Streckeninformationen zu versorgen.

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Road Database nutzt Informationen aus verschiedenen Fahrzeugsensoren und setzt diese zu einem maschinenlesbaren Bild der Straße zusammen.
Road Database nutzt Informationen aus verschiedenen Fahrzeugsensoren und setzt diese zu einem maschinenlesbaren Bild der Straße zusammen.
(Foto: Continental)

Wie der Zulieferer mitteilte nutzt Road Database Informationen aus verschiedenen Fahrzeugsensoren und setzt diese zu einem maschinenlesbaren Bild der Straße zusammen. Das System ist je nach Einsatzzweck als Ergänzung oder Alternative zu konventionellen digitalen Straßenkarten gedacht.

„Mit den von der Continental Road Database bereitgestellten Daten können Assistenzsysteme vorausschauender, komfortabler und sicherer fahren“, erklärt Continental-Vorstandsmitglied Helmut Matschi. „Je mehr Fahrzeuge und Hersteller das System nutzen, umso präziser und aktueller werden die zur Verfügung gestellten Informationen. Wir haben also eine klassische Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Zudem leisten wir mit unserer Road Database einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zum vollautomatisierten Fahren.“

Das von Continental entwickelte System macht sich zunutze, dass die in modernen Fahrzeugen ohnehin vorhandenen Sensoren, wie optische Kameras, Radar und zunehmend auch Lidar, eine Vielzahl der erforderlichen Informationen ständig erfassen. Die so gewonnenen Streckendaten werden dabei zunächst von einem Bordrechner auf Plausibilität geprüft. Anschließend vergleicht sie der Rechner mit bereits an Bord gespeicherten Informationen, die zur Strecke gegebenenfalls bereits zur Verfügung stehen. Aus dieser Analyse entsteht ein vektorbasiertes Abbild der Straße und ihrer Attribute, das konzentriert und anonymisiert per Mobilfunk an das Backend übertragen wird. Die dabei anfallenden Datenmengen sind nach eigenen Angaben vergleichsweise gering. Das Backend-System von Road Database kann auf diese Weise Informationen von einer Vielzahl von Fahrzeugen erhalten und diese nun in einer zweiten Verarbeitungsstufe in der Cloud konsolidieren und präzisieren. Wie das Unternehmen mitteilte versieht dabei der Server alle Informationen, ob Straßengeometrie oder „Ausstattung“ (wie Verkehrszeichen, Ampeln etc.) mit einem Index für die Zuverlässigkeit der Informationen. Bestätigen etwa mehrere Fahrzeuge eine veränderte Spurführung oder ein neues Verkehrsschild, lassen sich auf diese Weise Fehl-Erkennungen schnell ausschließen. Diese Daten werden anonym und sicher an ein Backend übermittelt. Die auf diese Weise gewonnenen Streckeninformationen lassen sich dann wiederum per Mobilfunk auf die ans System angeschlossenen Fahrzeuge zurückspielen. Dort stehen sie dann lokal für die Nutzung durch Fahrerassistenzsysteme zur Verfügung – sowie als Basis für eine abermalige Verfeinerung und Aktualisierung durch die Bordsensoren. Klassische Navigations-Funktionen wie Straßennamen oder Points of Interest (POIs) stehen bei diesem Konzept nicht im Fokus.

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