Wegen Chipmangel Continental senkt Prognose

Autor / Redakteur: dpa / Andreas Wehner

Die Halbleiterkrise wirkt sich auf die Zahlen des Autozulieferers aus. Conti erwartet für dieses Jahr weniger Umsatz als ursprünglich geplant. Und auch die Profitabilität leidet.

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(Bild: Marcus Prell/Continental)

Beim Autozulieferer und Reifenhersteller Continental haben sich mit dem Teilemangel in der Autoindustrie die Aussichten nach dem dritten Quartal noch einmal eingetrübt. Weil sich die weltweite Autoproduktion in den vergangenen Monaten deutlich schwächer entwickelt hat als zuvor angenommen, rechnet Conti-Chef Nikolai Setzer in diesem Jahr nur noch mit 32,5 bis 33,5 Milliarden Euro Umsatz, wie der Dax-Konzern am Freitag (22. Oktober) in Hannover mitteilte. Bisher stand jeweils eine Milliarde Euro mehr im Plan.

Auch die Profitabilität leidet: Die um Sondereffekte bereinigte Marge des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern dürfte nur noch 5,2 bis 5,6 Prozent erreichen statt wie zuletzt angepeilt 6,5 bis 7 Prozent.

Lieferprobleme beeinflussen Fahrzeugproduktion

Überraschend kommt die Prognosesenkung nicht, nachdem führende Marktforschungsinstitute ihre Schätzungen für die Weltautoproduktion in den vergangenen Monaten scharf nach unten korrigiert haben. Wegen Chipmangels und Lieferstau im Welthandel fehlten Teile, in vielen Werken standen die Bänder still.

Im dritten Quartal ging der Umsatz bei Conti laut vorläufigen Zahlen insgesamt um sieben Prozent auf acht Milliarden Euro zurück. Die bereinigte operative Marge lag bei 5,2 Prozent, gut drei Prozentpunkte weniger als ein Jahr zuvor. Endgültige Geschäftszahlen und das Nettoergebnis will das Unternehmen am 10. November vorlegen.

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