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IAA 2017

Continental setzt auf Innovationen statt Quoten

| Redakteur: Lisa Marie Waschbusch

Continental-CEO Dr. Elmar Degenhart spricht sich auf der Pressekonferenz zur IAA gegen eine E-Quote aus. Stattdessen zählten Innovationen bei Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung.

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Continental-CEO Dr. Elmar Degenhart auf der IAA: Innovationen statt Quoten.
Continental-CEO Dr. Elmar Degenhart auf der IAA: Innovationen statt Quoten.
( Bild: Continental )

Auf der Pressekonferenz zur IAA 2017 sprach sich Continental-Vorstandsvorsitzender Dr. Elmar Degenhart für die Bedeutung neuer Entwicklungen in den Bereichen Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung und gegen Quoten oder Kaufprämien aus. „Die Akzeptanz für neue Technologien kann mit politischen Mitteln nicht erzwungen werden. (...) Innovationen sind viel überzeugender als künstliche Effekte“, so der CEO. Besonders die Zusammenarbeit zwischen der Industrie und der Politik sei künftig gefragt, Ziele wie null Unfälle, saubere Luft oder komfortables und erschwingliches Fahren seien schließlich nur gemeinsam erreichbar.

Künftige Umsatzpotenziale

„Fahrzeuge werden immer mehr zu Büros oder Wohnzimmern und weiteren Lebensräumen auf Rädern“, so Degenhart auf der Pressekonferenz. Daraus entstehe letztlich ein Milliardenmarkt und ein zusätzliches Geschäftspotenzial im Bereich des assistierten und automatisierten Fahrens. Continental verspreche sich dadurch ein erhebliches Umsatzwachstum: Bis 2025 rechnet der Automobilzulieferer mit einem Weltmarktumsatz für Technologien zum automatisierten Fahren von mehr als 30 Milliarden Euro, was eine Verdopplung im Vergleich zu 2020 darstellt. Derzeit belaufe sich der Anteil am digitalen Geschäft auf 60 Prozent, solle aber in den kommenden Jahren auf 70 Prozent steigen. Zudem bestätigte das Unternehmen den Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2017.

Die Entwicklungen des Unternehmens sollen in den kommenden Jahren umgesetzt werden. Elektromotoren sollen kleiner, leichter und günstiger werden. Beispielsweise vereint der ab 2019 in Serie produzierte Achsantrieb Getriebe und Elektronik in einem Modul bei geringem Gewicht. Zudem sollen künftig Feststoff-Batteriezellen statt Lithium-Ionen-Batterien verwendet werden, da sich diese laut Continental schneller laden lassen und sicherer sein sollen.

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