Suchen

Einsturz in Museum Corvette-Museum: Fahrzeuge geborgen

| Autor / Redakteur: ampnet/hrr / Thomas Günnel

Am 12. Februar 2014 erschütterte dumpfes Grollen Bowling Green, die drittgrößte Stadt im US-Bundesstaat Kentucky. Ein 13 Meter breiter und bis zu 20 Meter tiefer Krater verschlang acht Autos des Corvette-Museums. Jetzt wurden die Fahrzeuge geborgen.

Firmen zum Thema

Die am 12. Februar im Corvette-Museum bei einem Erdrutsch verschütteten Fahrzeuge sind geborgen. Einige sind nicht zu restaurieren und unwiderbringlich verloren.
Die am 12. Februar im Corvette-Museum bei einem Erdrutsch verschütteten Fahrzeuge sind geborgen. Einige sind nicht zu restaurieren und unwiderbringlich verloren.
(Foto: National Corvette Museum)

Es waren nicht irgendwelche Autos, die am 12. Februar in der Tiefe Kentuckys versanken, sondern acht Corvette-Exemplare im Wert mehrerer Millionen Euro, die als unersetzbar gelten. Sechs von ihnen stammten aus Privatbesitz, die beiden anderen waren Leihgaben des Konzerns General Motors, der unweit des Museums seit 1981 die Corvette-Fabrikation betreibt.

Corvette Museum Bergungsarbeiten
Bildergalerie mit 12 Bildern

Erste Schadensbilanz gezogen

Inzwischen sind die Ausgrabungsarbeiten beendet, eine erste Bilanz der Schäden wurde gezogen. Die erste Corvette, die am Bergungskran hing, war die ZR1 Blue Devil von 2009, die erstaunlich wenige Schäden aufwies. Ein paar Beulen und Schrammen, ein lädiertes Fenster sowie eine zerstörte Ölleitung waren schon alles. Danach aber kam es ziemlich dicke. Wesentlich härter traf es zum Beispiel die schwarze Corvette von 1962, ein Vermächtnis des Corvette-Fans und -Sammlers David Donoho, der 2013 gestorben ist. Doch dieser Wagen wird sich restaurieren lassen. Anders sieht es mit dem ZR1 Spyder von 1993 oder der Z06 Corvette von 2001 aus. Von ihnen blieben nur undefinierbare Blechknäuel übrig.

Krater wird Teil der Ausstellung

Zu unpassenderer Zeit hätte die Katastrophe nicht passieren können, denn das Museum steckte mitten in den Vorbereitungen zur Feier seines 20-jährigen Bestehens Ende August dieses Jahres. Schon jetzt haben rund 5.000 Gäste ihr Kommen angekündigt.

Seit alle acht einstigen Schmuckstücke geborgen und zu besichtigen sind, überlegt die Museumsleitung wie sie vielleicht doch noch von der Katastrophe profitieren kann. Seit dem Unglück sind die Besucherzahlen nämlich um die Hälfte gestiegen. Zwar sollen die Autos restauriert werden, bei denen es machbar ist, die anderen aber sollen ebenfalls Ausstellungsstücke bleiben, egal, was von ihnen übrig geblieben ist. Außerdem soll das Loch stabilisiert und als permanenter Teil der Ausstellung sensationslüsterne Gäste anlocken. „Vielleicht werden wir eine Brücke oder eine Plattform aus Glas darüber bauen“, erklärt Museumssprecherin Katie Frassinelli. „Auch Treppen nach unten sind denkbar. Auf jeden Fall bekommt unser Museum mit dem Krater eine neue Attraktion.“

(ID:42689013)