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Innenraum Daimler entwickelt neues Fertigungsverfahren für Verkleidungsbauteile

| Autor / Redakteur: ampnet/nic / Michael Ziegler

Daimler hat ein neues Fertigungsverfahren für die Serienproduktion sehr leichter Verkleidungsbauteile für Kraftfahrzeuge entwickelt. Die sogenannte KIS Technologie (Konsolidierung im Spritzgusswerkzeug) kombiniert intelligent Press- und Spritzgussverfahren.

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Bei dem neuen Fertigungsverfahren werden Rippen und Anbindungspunkte unmittelbar auf den gepressten, noch heißen Träger angespritzt.
Bei dem neuen Fertigungsverfahren werden Rippen und Anbindungspunkte unmittelbar auf den gepressten, noch heißen Träger angespritzt.
(Foto: Daimler)

Mit dem gezielten Einsatz geeigneter Werkstoffe kann laut Daimler eine Gewichtsreduktion von bis zu 50 Prozent erreicht werden. Gegenwärtig gibt es nach Angaben des Fahrzeugherstellers keine andere wirtschaftlich konkurrenzfähige Serientechnologie für leichte Verkleidungsbauteile, die ein höheres Einsparungspotential beim Gewicht aufweist. Das Verfahren könnte demnach zur Standardtechnologie für Verkleidungsbauteile im Interieur werden.

Das Verfahren ist in der Kategorie Materialeffizienz für den Umwelttechnikpreis Baden-Württemberg 2013 nominiert. Dieser zeichnet seit 2009 Umwelttechniken und Produkte aus Baden-Württemberg aus, die einen bedeutenden Beitrag zur Ressourceneffizienz und Umweltschonung leisten.

Die KIS Technologie vereint die Vorteile von Press- und Spritzgussverfahren: Gepresste Bauteile erlauben eine deutliche Gewichtsreduktion, während Spritzguss-Bauteile durch Verrippungen die nötige Stabilität und Festigkeit erreichen und durch die Gestaltfreiheit die Umsetzbarkeit für viele verschiedene Bauteile ermöglichen. Bei dem neuen Fertigungsverfahren werden Rippen und Anbindungspunkte unmittelbar auf den gepressten, noch heißen Träger angespritzt.

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